Artikel von Britta Kremers

Der Bombenanschlag am 9. Juni 2004 in der Keupstraße – mindestens 22 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt – hätte die ErmittlerInnen schon unmittelbar nach der Tat auf die Spur Rechtsterrorismus stoßen müssen. Die 1999 vom Combat 18-Sympathisanten David Copeland in London verübten Nagelbombenanschläge wirken wie Vorbilder für die Kölner Tat. Das war auch der britischen Kriminalpolizei aufgefallen, die ein umfangreiches Dossier an das BKA und die Kölner Polizei schickte.

Als sie die von einem Kunden hinterlassene Christstollendose öffnete, wurde am 19. Januar 2001 die Tochter des Besitzers eines kleinen Kölner Lebensmittelgeschäfts durch eine Explosion schwer verletzt. Die Polizei ermittelte im unmittelbaren Umfeld der Familie und stellte dann bereits nach fünf Monaten die Ermittlungen ein, fünf Jahre später wurden alle Asservate vernichtet. Ein Bezug zum NSU konnte erst durch dessen „Bekenner-DVD“ hergestellt werden. Ob alleine das NSU-Trio für diese Tat verantwortlich war, erscheint zweifelhaft.

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) verpasst den Einzug in den Bundestag nur knapp

4,7 Prozent: „Die Alternative für Deutschland“ (AfD) verpasst den Einzug in den Bundestag nur knapp und zieht mit der FDP gleich. Und das, obwohl die meisten Mainstream-Medien ihr die Unterstützung entzogen haben.

In Westfalen soll ein „Kompetenzzentrum Rechtsextremismus“ entstehen

Beratung für Opfer rechter Gewalt und Aussteigerhilfe für Neonazis sollen in Dortmund zukünftig von demselben Träger angeboten werden. Ein Verein mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Kompetenzzentrum Rechtsextremismus Westfalen“, dessen Zuständigkeitsbereich von Bochum bis Bielefeld reicht, will sich im April gründen. Hinter dem Verein stehen die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund sowie die PolitikwissenschaftlerInnen Claudia Luzar und Dr. Dierk Borstel.