EN: NPD-Pleite in Schwelm

Schwelm – Am Montag hatte die NPD Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis) als eine der Städte genannt, in denen sie bei der Kommunalwahl am 30. August für den Rat kandidiert. Inzwischen musste sie den Hinweis aber wieder streichen. 

Die NPD sei nicht fristgemäß für die Wahl angemeldet worden, berichtete gestern die Westfälische Rundschau auf dem Online-Portal „DerWesten“.

Dabei wären die Chancen auf den Einzug in den Rat der 30.000-Einwohner-Stadt nicht schlecht gewesen. Seit 1999 gehört Thorsten Crämer (34) bereits der Stadtvertretung an. Das lästige Sammeln von Unterstützungsunterschriften war daher nicht erforderlich. Noch im Mai hatte Crämer sogar getönt, man werde den Fraktionsstatus „realistisch erreichen können“.

Diesmal bewarb sich Crämer, der unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch vorbestraft ist, nicht nur für den Rat seiner Heimatstadt – er tritt auch als Spitzenkandidat bei der Kreistagswahl an. Außerdem fungiert er als Wahlkampfleiter des NPD-Kreisverbands Ennepe-Ruhr/Wuppertal. Möglicherweise war er in seiner Dreifachfunktion überfordert.

Im Internet wird die Schwelmer Schlappe nebulös auf „eine Verkettung widrigster, unglücklicher Umstände“ zurückgeführt. (ts)

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