DO: Russlanddeutsche Antikriegstagsfreunde

Dortmund – Der NPD-nahe „Freundeskreis ,Die Russlanddeutschen Konservativen’“ gehört zu den Unterstützern der Neonazi-Demonstration zum „Nationalen Antikriegstag“, die von Dortmunder Rechts-„Autonomen“ für den 5. September angemeldet worden ist.

Der Aufmarsch ist vom Dortmunder Polizeipräsidenten Hans Schulze verboten worden. Ob dieses Verbot Bestand hat, müssen jetzt die Verwaltungsgerichte entscheiden. Doch Andrej Triller aus Hattingen, Sprecher des „Freundeskreises“ und Kandidat der NPD bei der Kreistagswahl im Ennepe-Ruhr-Kreis, ist überzeugt: „Die Vorbereitungen zum Antikriegstag gehen ihren Gang und wir sind uns sicher, dass am 5. September der fünfte Antikriegstag in Dortmund unter Teilnahme von Vertretern der national-patriotischen Organisationen aus Europa, darunter auch Russland, laut dem vorgemerkten Plan verlaufen wird.“

Triller und sein Freundeskreis unterstützen den Aufmarsch, um sich gegen eine angeblich primär antirussische Nato-Politik zu wenden. So werde „die eindeutig gegen Russland geplante Aufnahme von Georgien und der Ukraine in die NATO“ auch „deutsche Soldaten in die Bündnispflicht nehmen, sollte es wieder zu einem Konflikt kommen“. Im „Konfliktfall“ stünden deutsche Soldaten russischen gegenüber, „und dies würde weit höhere Opferzahlen zur Folge haben als jetzt schon in Afghanistan“.

Die Organisatoren des Dortmunder Neonazi-Aufmarschs sind in den Augen Trillers „die einheimischen deutschen Patrioten“. Sein Gegner ist hingegen die „Antifa“. Die sei „von den Geheimdiensten der westlichen Siegermächten in der von ihnen kontrollierten BRD gegründet“ worden „mit dem Ziel der Überwachung und Verhinderung von unerwünschten Richtungen in der Politik und insbesondere von irgendwelchen Schritten auf der Seite der nationalen Kräfte, die auf die Annäherung an Russland zielen“. (ts)