K/DO: Rudolf-Heß-Flashmobs geplant

Köln/Dortmund – Der Begriff Flashmob (flash – Blitz; mob – von mobilis – beweglich), so definiert Wikipedia, bezeichnet „einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen“. Zumindest letzteres Kriterium dürfte nicht zutreffen wenn Neonazis am 17. August unter anderem in Köln und Dortmund sich an dieser, für sie neuen Aktionsform versuchen wollen.

Zum 22. Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß rufen Neonazis zu „bundesweiten dezentralen Flashmob-Aktionen“ auf. Stattfinden sollen sie am 17. August pünktlich um 19.30 Uhr – empfohlen wird die Synchronisation der Uhren anhand der Atomuhr - „in vielen Städten der ganzen Republik“. Genannt werden bislang zwölf Städte, darunter auch Köln und Dortmund, jeweils direkt am Hauptbahnhof. „Alle kommen schnell zusammen und bleiben versteinert stehen um ein spannendes Stillebeben für die Presse zu schaffen“, beschreiben die Organisatoren die Choreographie. Anschließend – um 19.33 Uhr - sollen die Teilnehmer ein längeres Zitat von Heß sprechen, ehe sie in alle Richtungen verschwinden. Nach fünf Minuten soll alles schon wieder vorbei sein.

Mit ihrem Flashmob-Aufruf reagieren die Neonazis unter anderem darauf, dass auch in diesem Jahr der geplante Heß-Aufmarsch im fränkischen Wunsiedel wohl verboten bleibt. (ts)

Mehr zu Wunsiedel: http://www.bnr.de/content/alljaehrliches-ritual-0

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