HSK/KR: Durchsuchungen bei Neonazis

Arnsberg/Krefeld – Bei der Durchsuchungsaktion der Polizei gegen Mitglieder der „Weisse Wölfe Terrorcrew“ erhielten am Mittwoch auch zwei Neonazis aus Nordrhein-Westfalen „Besuch“ von der Polizei.

Wie die Polizei in Hamburg, die die Ermittlungen leitet, auf Anfrage mitteilte, wurden Objekte in Arnsberg und Krefeld durchsucht. Zufall oder nicht: In Arnsberg-Hüsten wohnt der Sänger und Kopf der Rechtsrockband „Weisse Wölfe“, Stjepan Jus. Und zu Neonazis aus der Region Krefeld/Kleve pfleg(t)en Jus & Co. besonders enge Beziehungen. Der ehemalige Ortsvorsitzende der NPD Kleve, Benedikt Hummel, soll sogar als Schlagzeuger der Band aktiv gewesen sein.

Die Polizei hatte am Mittwochmorgen ab 6 Uhr zeitgleich in Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen insgesamt 13 Objekte durchsucht. Den Beschuldigten im Alter von 20 bis 33 Jahren werde vorgeworfen, gegen das Uniformverbot verstoßen zu haben, teilte die Polizei der Hansestadt mit. Sichergestellt worden seien CD´s, Computer, T-Shirts, schriftliche Unterlagen und weitere Beweismittel. Insgesamt würden sich die umfangreichen Ermittlungen der Staatsschutzabteilung gegen insgesamt 23 Mitglieder der Gruppierung richten.

Das Erkennungszeichen der Gruppe seien schwarze T-Shirts mit dem Aufdruck „Weiße Wölfe Terrorcrew“ sowie einem Schlagring. Auf der T-Shirt-Rückseite stehe oberhalb in blutroter Schrift „Unbelehrbar“ mit dem jeweiligen Spitznamen des Trägers und darunter das Kürzel „C 18“. Diese Kombination steht für „Combat 18“, den gewaltbereiten Arm des weltweit tätigen rechtsextremistischen Netzwerks „Blood & Honour“ (B&H). Der deutsche B&H-Ableger wurde im Jahre 2000 durch das Bundesinnenministerium verboten. (ts)

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