HAM: Hochglanz-Neonazis

Hamm – Finanzielle Sorgen scheinen die Neonazi-„Kameradschaft Hamm“ derzeit nicht zu drücken. Angeblich in einer Auflage von „mehreren tausend Exemplaren“ will sie in der nächsten Zeit eine „12-seitige Hochglanz-Broschüre“ über sich und ihre Arbeit unter die – vor allem: jungen – Leute bringen.

Presserechtlich verantwortlich zeichnet der Kölner Neonazi Paul Breuer. Finanziert unter anderem von angeblich „anonymen Spendern“ und gedruckt bei einem Neonazi-Versand im sächsischen Radeberg, richtet sich das Heftlein vor allen an jüngere Leser.

Geködert werden sollen sie mit dem Angebot, Teil einer „lebendigen Bewegung von größtenteils jungen Idealisten“ werden zu können. Dazu gehört nicht nur das, was Neonazis als „politischen Kampf“ für einen „Nationalen Sozialismus“, orientiert an „den ewig gültigen Naturgesetzen“, bezeichnen. Auch die Aussicht auf „Freundschaft und Kameradschaft“, „Kulturfahrten zu Wahrzeichen und Denkmälern des deutschen Volkes“ oder „Abende in kameradschaftlicher Runde“ soll die Reihen der Neonazi-Kameradschaft füllen.

Bleibt die Frage nach den anonymen Spendern. Fündig werden könnte man beim NPD-Kreisvorsitzenden für Unna und Hamm, Hans Jochen Voß, der gerne sein Portemonnaie auch für „parteifreie“ Neonazis öffnet (/nrwrex/2009/09/nebenbei-wahlkampf-lyriker) und für dessen Partei die Wahlkampfhelfer unter anderem der „Kameradschaft Hamm“ vor der Bundestagswahl nach eigenem Bekunden „nahezu rund um die Uhr im Einsatz“ waren. (ts)

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