NRW: "Pro NRW" sieht Schweiz als Vorbild

Köln – Es war zu erwarten: Angesichts der Schweizer Volksabstimmung über ein Minarettverbot in der Eidgenossenschaft brechen die Rechtspopulisten von „pro NRW“ in Jubel aus.

Die Schweiz habe „der verhängnisvollen Islamisierung eine deutliche Absage erteilt“, heißt es in einer Erklärung des „pro NRW“- und „pro Köln“-Vorsitzenden Markus Beisicht. Dies sei ein „Dammbruch für ganz Europa“.

Die Abstimmung habe gezeigt, „dass Kritik an Islamisierung und Überfremdung eben kein gesellschaftliches Randphänomen ist, sondern dass diese Kritik ganz im Gegenteil strukturell mehrheitsfähig in den Völkern Europas ist“, meint Beisicht, der seit Jahren das politische Projekt verfolgt, zugleich in extrem rechter Politik verhaftet zu bleiben und zugleich als demokratisch „sauber“ erscheinen zu wollen. „Wir sind mit unseren Themen und Forderungen in der einheimischen Bevölkerung mehrheitsfähig“, meint er.

Ihren Wahlkampf für die Landtagswahl im kommenden Mai wollen die Rechtspopulisten aus NRW nun erst recht „dezidiert islamkritisch gestalten“. Dabei soll auch „mit PR-Anleihen aus der Schweiz“ gearbeitet und vor „,politisch unkorrekten’ Tabubrüchen“ nicht zurückgeschreckt werden. Gut möglich also, dass jenes Plakat der Schweizer Islamgegner, das zwischen Genf und Zürich vielfach für Empörung sorgte, demnächst auch - etwas abgewandelt und mit „pro NRW“-Logo - in Nordrhein-Westfalen zu sehen sein wird. Es zeigt links im Vordergrund eine schwarz verhüllte Frau und im Hintergrund sieben Minarette in Raketenform, die aus der Landesflagge wachsen. (ts)

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