E: "Republikaner" laden zum Neujahrsempfang

Essen/Hattingen – Grund zum Feiern haben die NRW-„Republikaner“ zwar nicht, und dennoch soll es auch in diesem Jahr einen Neujahrsempfang des Landesverbandes geben – einen „großen Neujahrsempfang“ gar, wie der REP-Kreisverband Düsseldorf betont.

Im „Landhaus Siebe“, direkt an der Stadtgrenze von Essen und Hattingen, soll die Veranstaltung  am Sonntag, 31. Januar, ab 13.30 Uhr stattfinden. Erwartet wird der Bundesvorsitzende Rolf Schlierer. Auch seine Stellvertreterin, die Landesvorsitzende Uschi Winkelsett, tritt als Gastgeberin ans Mikrofon.

Nachdem in der Vergangenheit häufig der Kreisverband Herne mit der Ausrichtung größerer Veranstaltungen betraut wurde, ist diesmal offenbar der Düsseldorfer REP-Kreisvorsitzende Karl-Heinz Fischer fürs Organisatorische verantwortlich. Schriftliche Einladungen können unter der Telefonnummer angefordert werden, die auch der Koordinierung der üblichen „Bürgerabende“ des Kreisverbandes dient.

Am Abend vor dem Neujahrsempfang soll in Düsseldorf-Oberkassel um 19.30 Uhr ein weiterer dieser „Bürgerabende“ beginnen. Diese Veranstaltung ist, wie der Kreisverband mitteilte, „aufgrund der begrenzten Anzahl von 35 Sitzplätzen“ bereits „überbelegt“. Vermutet werden kann, dass auch dort Schlierer und/oder Winkelsett auftreten.

Beide kämpfen ums politische Überleben an der Spitze der „Republikaner“. Eine parteiinterne Opposition will sie nach jahrelangen Misserfolgen bei Wahlen und wegen der stetig sinkenden Mitgliederzahlen abgelöst sehen. Im vorigen Jahr hatte die Partei schwere Schlappen unter anderem bei der Bundestagswahl und den NRW-Kommunalwahlen einstecken müssen.

In NRW hat es die extrem rechte Partei zudem mit der auf Landesebene neuen Konkurrenz von „pro NRW“ zu tun, zu der nach der Kommunalwahl unter anderem der stellvertretende Landesvorsitzende Frank Maul gewechselt war. Zuletzt hatte sich am vorigen Wochenende der Hagener Stadtrat Wolfgang Schulz von den „Republikanern“ verabschiedet, um unter Mitnahme seines Mandats bei „pro NRW“ anzuheuern. (ts)