NRW: NPD will „in Südwestfalen“ Parteibüro eröffnen

Bochum/Lüdenscheid – Nachdem die Ankündigung der NPD, in einem bisher als Lokal genutzten Haus in Düren-Merken ein „Nationales Zentrum“ einrichten zu wollen, für jede Menge Schlagzeilen gesorgt hat, legt die Neonazi-Partei nach: Auch „in Südwestfalen“ solle ein „Parteibüro“ demnächst eröffnet werden.

Wo dieses Büro genau zu finden sein wird und ob es sich um eigens angemietete Räume oder um ein neu erworbenes Gebäude handelt, verriet die NPD nicht. Die neue „Anlaufstelle“ der Partei stehe „kurz vor der Eröffnung“, wird der NPD-Landesvorsitzende Claus Cremer nach einer Sitzung seines geschäftsführenden Vorstands zitiert. Die Renovierungs- und Ausbauarbeiten stünden „kurz vor ihrem Abschluß“. Noch im Februar könne „das Objekt“ bezogen werden und als „regionale Wahlkampfzentrale“ zur Verfügung stehen.

Der Dürener NPD-Kreisvorsitzende Ingo Haller versuchte derweil Zweifel an der Finanzierbarkeit des Hauskaufs in Merken zu zerstreuen. Gesichert ist die Finanzierung – falls denn überhaupt die NPD als Käufer in Frage käme – offenbar noch nicht. Im Gespräch ist ein sechsstelliger Betrag. „Über einige Jahre“, so wird Haller nach der Vorstandssitzung zitiert, könne ein solches Objekt von den Mitgliedern finanziert werden: „Ich denke da zum Beispiel an eine monatliche Sonderumlage.“

Ob ein solches Konzept aufgehen könnte, dürfte angesichts von NRW-weit nur rund 800 Mitgliedern und ihrer realen Zahlungsbereitschaft und schließlich angesichts der Tatsache, dass es sich nur ein um regionales Projekt handeln würde, zu bezweifeln sein. (ts)

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