MI: REP-Vize beim „pro NRW“-Wahlkampfauftakt

Minden – „Pro NRW“ hat eigenen Angaben zufolge am Donnerstagabend in Minden eine Veranstaltung zum Wahlkampfauftakt in Ostwestfalen durchgeführt. Als „Gast“ mit von der Partie war der stellvertretende Landesvorsitzende der „Republikaner“, Ulrich Manes.

Manes, der dem Kreistag von Minden-Lübbecke angehört, wird dem Lager der Gegner von REP-Parteichef Rolf Schlierer und seiner Stellvertreterin Ursula Winkelsett zugerechnet. Nach einer Funktionärskonferenz der nordrhein-westfälischen „Republikaner“ im vorigen Oktober war durchgesickert, er habe dabei einen Antrag gestellt, demzufolge auf einen Antritt der zerstrittenen Partei bei der Landtagswahl verzichtet werden solle (/nrwrex/2009/10/nrw-rep-spitze-beharrt-auf-wahlteilnahme). Der Antrag habe allerdings keine Mehrheit gefunden.

Beim Neujahrsempfang der NRW-„Republikaner“ hatte Schlierer vor zwei Wochen die „pro“-Funktionäre Markus Beisicht und Manfred Rouhs als Intriganten dargestellt und davor gewarnt, durch einen Verzicht auf einen Wahlantritt „genau diesen Figuren jetzt eine Chance zu bieten“. Offenbar war vor allem Manes gemeint, als Schlierer sagte, eine solche Idee komme nur „von einer – mehr oder minder – Einzelperson, vielleicht von zweien oder dreien“ im Landesverband (/nrwrex/2010/02/do-rep-schlierer-h-lt-beisicht-und-rouhs-f-r-intriganten ).

Immerhin aber handelt es sich um einen der zwei verbliebenen stellvertretenden Landesvorsitzenden. Den dritten Vize, Frank Maul aus Siegen, hatte es bereits unmittelbar nach der desaströs verlaufenen Kommunalwahl im vorigen Jahr zu „pro NRW“ gezogen.

Mit von der Partie beim „pro“-Wahlkampfauftakt in Minden war auch Friedrich Wilhelm Biermann, Stadtratsmitglied der „Bürgerinitiative Zukunft“ in Bad Salzuflen. Er war im vorigen Sommer in die Schlagzeilen geraten, weil er in der von ihm herausgegebenen Postille „Volkstribun“ ein nach seiner Darstellung „satirisch“ gemeintes „Interview“ mit Adolf Hitler veröffentlicht hatte. Von der politischen Konkurrenz in der Stadt hatte ihm das den Vorwurf eingebracht, bei der Veröffentlichung handele es sich um eine „unerträgliche Verharmlosung des Holocaust“ und Biermann bringe „offene Sympathie für Hitler zum Ausdruck“.

„Pro NRW“-Generalsekretär Markus Wiener erklärte nach der Mindener Veranstaltung, die „pro“-Mannschaft in Ostwestfalen-Lippe wachse ständig. Sie werde „in den nächsten Wochen und Monaten wohl noch einiges an hochkarätigen personellen Verstärkungen erhalten“. (ts)