Nebenbei: Rechtspopulistische Grundrechenarten

Leverkusen – Das Bemühen, ständig als seriös und rechtsdemokratisch – die Betonung liegt dabei auf „demokratisch“ – erscheinen zu müssen, kann zuweilen zu einer völligen Überforderung des derart Bemühten führen. Und flugs vergisst er in einer von Intelligenzbolzen dominierten Partei wie „pro NRW“, in der es von Rechtsanwälten (Markus Beisicht, Judith Wolter, Jürgen P. Clouth, Andre Picker), Erziehungswissenschaftlern wie Kevin Gareth Hauer, Sozialwissenschaftlern wie Gereon Breuer und Politikwissenschaftlern wie Markus Wiener nur so wimmelt, die einfachsten Grundrechenarten. Heraus kommt schließlich das hier (zitiert nach dem Live-Ticker der Leichlinger Filiale von „pro NRW“ vom „Parteitag“ der Rechtspopulisten am Freitagabend in Leverkusen):

„20:40 Uhr: Die Grundsatzrede wurde unter großem Beifall beendet. Manfred Rouhs stellt die Erstellung des Wahlprogramms vor. Anschließend werden die 7 Programmpunkte von den Beteiligten vorgestellt.

1.) Manfred Rouhs stellt den Programmpunkt ,Zuwanderung begrenzen, Islamisierung stoppen’ vor.

2.) Jetzt referiert Judith Wolter zum Thema ,Innere Sicherheit herstellen’.

3.) Markus Wiener erläutert den Progrmmpunkt ,Soziale Gerechtigkeit schaffen’.

4.) André Picker zum Thema ,Demokratie und Bürgerrechte stärken’.

5.) Torsten Lange nimmt Stellung zum Thema ,Werteorientierte Bildung und Erziehung ermöglichen’.

Die Wahl hat ein einstimmiges Ergebnis zur Annahme des Parteiprogramms ergeben.“

Das zwischen sieben (so viele Punkte hat das Programm tatsächlich) und fünf eine klitzekleine Differenz besteht: Man wird es dem Menschen am Live-Ticker vielleicht noch einmal geduldig zu erklären versuchen. Immerhin stimmt seine Feststellung, dass es keine Gegenstimmen gab: Null bleibt null bleibt null, selbst bei der ärgsten Rechenschwäche. (ts)

  • Mehr und Ernsthafteres zu einem denkwürdigen „Parteitag“ von „pro NRW“ folgt hier an dieser Stelle am Sonntag.