NRW: NPD-Wahlkampf kontra „pro NRW“

Bochum – Ihr Landtagswahlprogramm hat die NPD zwar noch nicht veröffentlicht, wie sie ihren Wahlkampf zu führen gedenkt, wird aber bereits bei einem ersten Blick auf ihre Wahlplakate deutlich.

Es wird ein Wahlkampf, der Stimmung macht gegen Migranten und Islam. Alle fünf Motive, die bisher die Zustimmung der NPD-Wahlkampfleitung gefunden haben, zeigen in einem Kreis links oben auf dem Plakat ein nach links umkippendes Minarett. Ansonsten dominieren auf allen Plakaten optisch die dumpfe Sprüche: „Bildung statt Moscheen“, „Heimat statt Minarette“, „Sicherheit statt Islamisierung“, „Arbeit statt Zuwanderung“, „Zechen statt Ghettos“. Vor allem die ersten drei Motive dürfen auch als Reaktion auf das Auftauchen der neuen innerrechten Konkurrenz von „pro NRW“ verstanden werden.

Noch bevor der NPD-Bundesvorstand oder ein Parteitag über den von einer Strategiekommission empfohlenen neuen Namenszusatz der NPD beraten oder beschlossen hat, wird er auf den Plakaten zur Landtagswahl schon einmal zu finden sein. Als „Die soziale Heimatpartei“ will sich die in weiten Teilen neonazistisch geprägte Partei im Untertitel künftig bezeichnen. (ts)

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