UN: Auch Neonazis aus Unna üben sich in Kriegsrhetorik

Unna – Nach den Neonazis aus dem Siegerland (/nrwrex/2010/03/si-neonazis-sehen-sich-im-krieg) üben sich nun auch deren rechts-„autonome“ Kameraden aus Unna in innenpolitischer Kriegsrhetorik.

Sie veröffentlichten heute auf ihrer Homepage ein „Referat“ mit dem Titel „Im Krieg“, als dessen Autor „Irgendwer aus Unna“ angegeben wird. Vorbeugend distanzieren sich die Neonazis vom „Nationalen Widerstand Unna“ bzw. „Freien Netz Unna“ von strafbaren Aussagen. Die „Widergabe“ erfolge „aus dokumentarischen Zwecken“. 

„Für uns ist klar, dass das Wohl der Nation und unseres Volkes sowie das Streben nach Freiheit und Brüderlichkeit unter den Völkern fern ab kapitalistischer Verwertung, weit über dem juristischen Recht der Bundesrepublik liegt“, schreibt der Autor: „Der Zweck heiligt jedes Mittel. Wäre dem nicht so, könnten wir ebenso unseren Aktionismus darauf beschränken, alle vier Jahre ein Kreuzchen zu machen.“ Statt dessen plädiert er für eine „Revolution, mit allen Mitteln, auf allen Ebenen!“.

Ähnlich wie der Siegener Autor betont auch „Irgendwer aus Unna“, durch angemeldete Demonstrationen, kooperative Gespräche mit der Polizei, juristische „Spiele“ vor Gericht sei nichts zu erreichen. Statt dessen sollten die Kameraden nach dem Motto agieren: „Wer für Deutschland handelt, hat immer Recht!“

Die Geschichte habe gezeigt, „dass eine Revolution nur durch Selbstaufopferung und konsequentem Einsatz funktioniert“, schreibt der Autor und bläst gegen Ende seines Beitrags die Backen noch einmal kräftig auf, um sich und seinesgleichen in eine lange historische Linie zu stellen: „Ob vor 2.000 Jahren im Teutoburger Wald, oder in der neueren Zeit an der Feldherrenhalle, eine Bewegung, die nicht bereit ist, solange zu kämpfen, bis nichts mehr geht, kann nicht gewinnen.“ (ts)