NRW: Geschrumpfte Landeslisten

Düsseldorf – Mit geschrumpften Landeslisten gehen NPD, „Republikaner“ und „pro NRW“ in die Landtagswahl am 9. Mai.

Alle drei extrem rechten Parteien hatten bereits im vorigen Sommer ihre Listen aufgestellt. Seither ergab sich in etwa einem Dutzend Fällen der Zwang zu Korrekturen.

Die NPD hatte nach eigenen Angaben im vorigen Juni eine 23-köpfige Landesliste gewählt. Geblieben sind davon 18 Kandidaten. Von der Liste verschwunden ist unter anderem Lars Spönlein, Ex-Landesvorstandsmitglied und Ex-Kreisvorsitzender in Krefeld, der auf Platz fünf stand. Er war nach schweren organisatorischen Fehlern und V-Mann-Gerüchten seiner Ämter enthoben worden und hatte danach die NPD verlassen. Nicht mehr auf der Liste zu finden ist auch Ralf-Peter Zecher, Vorstandsmitglied vom Kreisverband Düsseldorf/Mettmann, der auf Platz zehn kandidieren sollte.

Die „Republikaner“ mussten Frank Maul streichen, der auf Listenplatz fünf gewählt worden war, seine bisherige Partei aber später in Richtung „pro NRW“ verlassen hatte. Für ihn rückte Arnd Schubeus auf. Über weitere Veränderungen an der REP-Liste ist nichts bekannt, da die Partei nach ihrem Parteitag im vorigen Sommer in Herne nicht mitgeteilt hatte, wie viele Kandidaten gewählt worden waren, und nur die ersten fünf Listenbewerber namentlich genannt hatte.

Bei „pro NRW“ kamen fünf Kandidaten abhanden. Nach einem Parteitag hatten die Rechtspopulisten von einer 41-köpfigen Kandidatenliste gesprochen. Geblieben sind davon 36. Nicht mehr auf der Liste aufgeführt sind unter anderem der auf Platz 13 gewählte Frank Baumgarten (Bonn) und der für Platz 15 nominierte Siegfried Swiontek (Essen). (ts)