NRW: Rechter Schulterschluss zwischen REP und „pro“

Münster – Die nordrhein-westfälische „Republikaner“-Landesvorsitzende Ursula Winkelsett scheint nach der für sie desaströsen Landtagswahl abgetaucht zu sein. Derweil sprechen ihr Bundesvorsitzender Rolf Schlierer und der „pro NRW“-Vorsitzende Markus Beisicht über künftige Kooperationsmöglichkeiten.

Bundes-„Republikaner“ und „pro NRW“ haben heute eine gemeinsame Erklärung unter der Überschrift „Schulterschluss der demokratischen Rechten“ veröffentlicht. Dem Text zufolge trafen sich die „Spitzen“ beider Parteien am Wochenende, um über eine künftige Kooperation zu sprechen. In dem Text heißt es, die Parteivorsitzenden Rolf Schlierer und Markus Beisicht würden „von einer weitgehenden Übereinstimmung bei der politischen Lagebeurteilung“ ausgehen. „Angesichts des fortschreitenden Linkstrends in der Union sei die Zeit für eine konservative und freiheitliche Partei, die sich von ultrarechten Positionen abgrenze, reif.“ Die „Bündelung der demokratischen rechten Kräfte und Parteien“ sei ein Gebot der Stunde. „Pro NRW“ und „Republikaner“ wollten „ein erstes deutliches Signal setzen und konkrete gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen durchführen“. In weiteren Gesprächsrunden solle es auch um die Wahlkämpfe in den kommenden Jahren gehen.

Von Winkelsett ist nach der Landtagswahl vom 9. Mai nichts mehr zu hören gewesen. Die letzte Pressemitteilung datiert vom 7. Mai, der letzte Beitrag in der Rubrik „Aktuelles in Kürze“ auf der Homepage der NRW-„Republikaner“ ebenfalls. Ein Rückblick auf die Wahl, gar eine Analyse des Ergebnisses? Fehlanzeige. Winkelsett gilt als strikte Gegnerin einer Annäherung zwischen „Republikanern“ und „pro NRW“. (ts)

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