NRW: Wieder ein bisschen Beisicht-Geflunker?

Leverkusen – Ein hanseatischer Rechtspopulist hält die rheinischen Rechtspopulisten auf Distanz: Jan Timke, Vorsitzender der Partei „Bürger in Wut“ (BIW) und Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, wehrt sich gegen verbale Annäherungsversuche des „pro NRW“-Vorsitzenden Markus Beisicht.

Beisicht hatte vor wenigen Tagen in einem Interview mit der extrem rechten Internetplattform „Gesamtrechts“ auf die Frage nach einer Fusion mit den „Republikanern“, aber auch mit „von größeren Gruppierungen unabhängigen Einzelkämpfern wie etwa Henry Nitzsche in Sachsen, Jan Timke in Bremen oder René Stadtkewitz in Berlin“ geantwortet: „Zu all den von Ihnen Genannten stehen wir in direktem bzw. indirektem Kontakt.“

Dem sei in seinem Fall mitnichten so, ließ Timke nun wissen. Es gebe keinen „direkten oder indirekten Kontakt zwischen Herrn Beisicht bzw. der PRO-Bewegung und meiner Person“. Und: „Es wird meinerseits auch zukünftig keinen Kontakt zu Herrn Beisicht und/oder der PRO-Bewegung geben.“ Dasselbe gelte auch für die „Bürger in Wut“ als Organisation, schrieb Timke.

Auch mit den „direkten oder indirekten Kontakten“ zu den beiden anderen namentlich genannten Rechts-Politikern hat „pro NRW“ bisher noch keinen durchschlagenden Erfolg: Nitzsche scheint sich – anders als zu Zeiten des ersten Kölner Anti-Islam-Kongresses – wieder mehr auf eine Neuformierung der Rechten diesseits der NPD in Sachsen zu konzentrieren; Stadtkewitz erklärte im vorigen Jahr zwar seinen Austritt aus der CDU, blieb aber Mitglied der Unions-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus.

Was den Bremerhavener Landesparlamentarier Timke betrifft, versuchen die „pro“-Anhänger in den Kommentarspalten von „Gesamtrechts“ dessen Bedeutung nun herunterzuspielen. Einer von ihnen schrieb: „Bremen mit seinem Anhängsel Bremerhaven ist nunmal seltsamerweise ein ,Bundesland’, obwohl kleiner und bei weitem unbedeutender als Köln.“ (ts)