GE: „Pro NRW“-Hauer will Bonner Unternehmen abwerben

Gelsenkirchen/Bonn – Was Kevin Gareth Hauers Bonner „pro NRW“-Parteifreund und Stadtrat Nico Ernst vom Vorstoß seines Gelsenkirchener Kollegen hält wissen wir nicht. Erfreut sein dürfte Ernst über den Versuch Hauers, zwei Unternehmen aus der Bundesstadt abzuwerben und nach Gelsenkirchen zu locken, eigentlich nicht.

Ende April hatte Hauer sich zum Thema Wirtschaftsförderung ausführlich zu Wort gemeldet und dabei so gewirkt, als habe er diese gerade erst erfunden (/nrwrex/2010/04/nebenbei-pro-nrw-bezirksvorsitzender-erfindet-kommunale-wirtschaftsf-rderung-ganz-neu). Jetzt setzt er seine Erkenntnisse in die Praxis um.

Hauer hat „durch diverse Recherchen“ in Erfahrung gebracht, dass die beiden Bonner Unternehmen Eaton/Möller und Knauber sich gegen die Einrichtung eines Straßenstrichs in unmittelbarer Nähe wehren. Diese Nähe zum Straßenstrich sei „sicherlich kein Standort für ein international tätiges Unternehmen, das sich auch an dem Standort repräsentativ vertreten fühlt“, radebricht der Gelsenkirchener „pro“-Fraktionschef mitfühlend in einem Schreiben an Eaton/Möller.

Es folgt eine Aufzählung der Vorzüge, die Gelsenkirchen zu bieten hat. Garantieren könne man vor allem aber auch für einen „repräsentativen Standort, um Ihre Firma die entsprechende Außendarstellung zu ermöglichen“. Hauer abschließend im Brief an Eaton/Möller: „Wenn Ihnen die Stadt Bonn nicht entgegenkommen will – wir in Gelsenkirchen finden da schon eine Möglichkeit!“ (ts)

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