LEV/B: Beisicht hält nicht viel von Kandidatur in Berlin

Leverkusen/Berlin – „Pro NRW“-Chef Markus Beisicht hat noch einmal durchblicken lassen, was er von der eigenständigen Kandidatur von „pro Deutschland“ bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin hält: Viel ist das nicht...

Er könne „den Berliner Freunden nur anraten, sich möglichst breit aufzustellen und auch andere rechtsdemokratische Parteien und Einzelpersönlichkeiten mit in den Wahlkampf einzubeziehen“, erklärte Beisicht in einem „Interview“ genannten Beitrag auf der Homepage von „pro NRW“. An welche „rechtsdemokratischen Parteien“ er dabei denkt, verriet er nicht. Seine selbst ernannte „Bürgerbewegung“ führt freilich derzeit Gespräche mit den „Republikanern“ über eine Zusammenarbeit.

„Pro Deutschland“ solle „eine Brücke zu Pax Europa und René Stadtkewitz bauen“, empfiehlt Beisicht: „Hier ist Rouhs in den nächsten Wochen gefordert.“ Damit erwartet er von Rouhs, was er selbst bisher nicht geschafft hat. Mit dem antiislamischen Verein „Pax Europa“ gibt es bei „pro NRW“ keine formalisierte Zusammenarbeit. Und Stadtkewitz, ein aus der CDU ausgetretenes Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, hatte den „pro NRW“-Chef erst unlängst abblitzen lassen. Nachdem Beisicht behauptet hatte, „pro“ stehe in Kontakt mit Stadtkewitz, hatte dieser erklärt, es gebe „weder einen direkten noch einen indirekten Kontakt“ mit der „PRO-Bewegung“, der er im Übrigen vorhielt, mit Extremisten zu paktieren (/nrwrex/2010/05/nrw-wieder-ein-bisschen-beisicht-geflunker-teil-2).

„Die bundesweite pro-Bewegung“, schrieb Beisicht in seinem „Interview“, werde die Aktivitäten des Berliner Ablegers „so weit wie möglich unterstützen und mit Wohlwollen begleiten“. Dass er sich dafür nichts kaufen kann, dürfte Rouhs bewusst sein. (ts)