LEV: „Pro“-Beisicht hat eine „Schwesterpartei“ entdeckt

Leverkusen – Während „pro Deutschland“-Chef Manfred Rouhs sich bemüht, die Überreste der „Deutschen Sozialen Union“ (DSU) für ein rechtspopulistisches Sammlungsprojekt zu begeistern*, greift der „pro NRW“-Vorsitzende Markus Beisicht wieder einmal nach den Sternen.

Geert Wilders „Partij voor de Vrijheid“ bezeichnet Beisicht in einem heute erschienenen Text als „niederländische Schwesterpartei“. Ob deren Vorsitzender mit dieser Bezeichnung einverstanden wäre, darf bezweifelt werden, war er doch bislang immer bemüht, alles zu unterlassen, was seinem Ruf im eigenen Land schaden könnte. Ein Bündnis mit einer Partei, die ihr Schmuddel-Image partout nicht los wird, passt da nicht ins Bild. Erst recht nicht, nachdem Wilders PVV Teil der Regierungsmehrheit im niederländischen Parlament geworden ist.

Nichtsdestotrotz notiert der „pro NRW“-Vorsitzende, Patrik Brinkmann – von Beisicht als „pro-Sponsor“ bezeichnet – habe „in der letzten Woche seine Kontakte zur niederländischen Schwesterpartei noch einmal vertiefen können, sodass die pro-Bewegung nunmehr über einen direkten Kontakt und ernstzunehmende Ansprechpartner in den Niederlanden verfügt“.

Doch nicht nur Wilders wirft sich der „pro NRW“-Vorsitzende ungefragt an den Hals. „Ausdrücklich“ begrüße die „pro-Bewegung“ die von Rene Stadtkewitz angekündigte Veranstaltung mit Wilders am 2. Oktober in Berlin. Dies sei „ein Beitrag zur Bündelung rechtsdemokratischer Kräfte in der Bundesrepublik“.

Dass Stadtkewitz, der aus der CDU ausgetreten ist und nach der Sommerpause auch aus deren Abgeordnetenhausfraktion ausgeschlossen werden soll, bisher der „pro-Bewegung“ stets die kalte Schulter gezeigt hat, stört deren Leverkusener Vorsitzenden nicht. Auch führende Vertreter der „pro-Bewegung“ würden an der Veranstaltung am 2. Oktober teilnehmen, kündigte er an. (ts)

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