DN: NPDler betteln schon am zweiten Tag hintereinander um Parteiausschluss

Düren – Den Zugriff auf ihre Internetseite hat die Dürener NPD-Riege offenbar inzwischen verloren. Auf ihrem Twitter-Kanal freilich werden die Attacken auf die Landes-NPD auch heute munter fortgesetzt.

„Achtung der Feind liest mit!!! NPD-NRW zensiert die Weltnetzseite der NPD-Düren“, hieß es nach den Rüpeleien von gestern* heute Morgen beim Dürener NPD-Twitter. Über Nacht habe der Landesvorstand Artikel gelöscht. Gemeint war offenbar jener Artikel, in dem auf die Adresse des Twitter-Kanals hingewiesen wurde. Am Abend dann waren die NPDler nach eigenen Angaben komplett von ihrer „Weltnetzseite“ ausgesperrt. Das Passwort sei geändert worden, jammerten sie.

Zwischendurch setzten sie ihre Attacken auf den Landesverband fort. Dass beim Parteitag am Sonntag in Oberhausen eine Tagungsgebühr von 5 Euro erhoben worden sei, werteten sie als Zeichen dafür, dass „Kameraden abgezockt“ würden. Dass Gäste nicht zugelassen gewesen seien, sehen sie als Hinweis darauf, dass die NPD „SED-Methoden“ aufgreife.

Insbesondere den Landesvorsitzenden nehmen sie sich diesmal zur Brust: „Sitzt der ,Diktator’ der NPD-NRW Claus Cremer bald ganz alleine in seinen Führerbunker in Wattenscheid?“, fragen sie, einen Mitgliederschwund nach dem Parteitag prognostizierend. Cremer wird bei ihnen zum „,Führer’ ohne Volk“. Man solle („Jetzt erst recht!“) der NPD in Nordrhein-Westfalen „die Fäuste zeigen und nicht wegen Frust aus der NPD austreten“. Das Motto: „Sturm auf die Führung der NPDNRW wie in alten Zeiten“.

Für ihre „Weltnetz“-Verlautbarungen haben Ingo Haller, Rene Laube & Co. inzwischen ein Asyl gefunden: erwartungsgemäß bei der neonazistischen „Kameradschaft Aachener Land“. Dort würden fortan die aktuellen Berichte der NPD Düren erschienen. Wir warten gespannt auf die ersten Frontberichte vom Sturm auf den Wattenscheider Führerbunker... (ts) 

* /nrwrex/2010/09/dn-npdler-betteln-um-ausschlussverfahren