D: „Republikaner“ wollen CDU Mitglieder abwerben

Düsseldorf – Der Düsseldorfer Kreisverband der „Republikaner“, eine der letzten Gliederungen der Partei in Nordrhein-Westfalen, die noch regelmäßig öffentlich Lebenszeichen von sich geben, will der CDU Mitglieder abwerben.

„Mehrere hundert Mitglieder und Mandatsträger der CDU“ habe man kontaktiert, teilten die REP in der Landeshauptstadt mit. Ihr Kreisvorsitzender Karl-Heinz Fischer lässt sich mit den Worten zitieren, die Union stelle „keine politische Heimat mehr für konservative Bürger dar“. Die „Republikaner“ würden ihnen einen Parteiwechsel „anbieten“.

Der Kreisverband schließt sich mit seiner Initiative einer Aktion der Bundespartei an. Sie will bereits „zehntausende CDU/CSU-Kandidaten, Mitglieder und Mandatsträger“ angeschrieben haben, um sie unter dem Motto „Übertreten statt Aufgeben“ abzuwerben. Eigens wurde sogar eine „Arbeitsgruppe Union“ eingerichtet. Deren Leiter Alexander van Drage, ein REP-Funktionär aus Bayern, schwadronierte dieser Tage über „die zahlreichen neugewonnenen Mitstreiter aus den Reihen der Unionsparteien“. Zweifel an dieser Darstellung sind freilich mehr als erlaubt. Namen von Parteiwechslern konnten die „Republikaner“ jedenfalls bisher nicht nennen. (ts)

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