DO: DVU-Ausschluss von Branghofer erneut abgelehnt

Dortmund – Das Landesschiedsgericht der DVU soll zum zweiten Mal einen Parteiausschluss des Landesvorsitzenden Max Branghofer abgelehnt haben.

Der niedersächsische DVU-Landesvorsitzende Hans-Gerd Wiechmann, der ebenso wie Branghofer eine Fusion der DVU mit der NPD ablehnt, teilte am Donnerstag mit, der Bundesvorstand habe bereits am 17. September einen zweiten Anlauf gestartet, den Dortmunder Stadtrat aus der Partei zu entfernen. Das Landesschiedsgericht habe diesen Antrag aber zurückgewiesen.

Glaubt man Wiechmann, dann wird der Bundesvorstand bei einer Sitzung am heutigen Freitag in Hamburg gegen Branghofer gleich einen dritten Ausschlussantrag nachschieben. Außerdem stünde die Einleitung von Ordnungsmaßnahmen gegen Wiechmann selbst, gegen die schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Ingeborg Lobocki und gegen die Vorsitzende des DVU-Bundesschiedsgerichts, Renate Köhler, auf der Tagesordnung.

„Es ist klar ersichtlich, das es sich hier seitens des Rest-Bundesvorstandes um Willkürmaßnahmen handelt, mit dem Ziel uns von einem Bundesparteitag fernzuhalten“, meint Wiechmann. Bei dem Bundesparteitag, der für November vorgesehen ist, soll eine Vorentscheidung über die Fusion getroffen werden. (ts)

  • Frühere Texte zum Thema:

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