BRD: DSU-Vize hält nicht viel von einer neuen rechten „Sammlungsbewegung“

Köln/Stuttgart – Mit ihrer Einladung an „alle verfassungskonformen Gruppierungen“, sich an einer „Sammlungsbewegung der rechtsdemokratischen Kräfte“ zu beteiligen, haben sich „pro NRW“-Chef Markus Beisicht und der „Republikaner“-Vorsitzende Rolf Schlierer bei der „Deutschen Sozialen Union“ (DSU) eine Absage eingehandelt.

Der stellvertretende DSU-Vorsitzende Johannes Schwefel veröffentlichte gestern einen „Aufruf“ an die Mitglieder, in dem er auf der Eigenständigkeit seiner Partei beharrt.

Zu „pro NRW“ und „pro Köln“ konstatiert Schwefel, das Thema Islam sei deren Hauptthema. „Zu anderen ebenso wichti­gen Fragen und Problemen hört man leider nichts bzw. sehr wenig. Das ist aber zu wenig für eine Partei.“ Nicht jeder Wähler fürchte den Islam oder stehe ihm kritisch gegenüber, meint er. Die Mitglieder der DSU sollten „einen kühlen Kopf bewahren. Auch und gerade dann, wenn andere Parteien und Organisationen versuchen, Mitglieder der DSU mit diesem Thema für sich zu gewinnen. Nicht unbedingt durch Über­tritte, aber durch Zusammenarbeit“.

Gegen „pro NRW“, „pro Köln“, NPD, DVU und auch die „Republikaner“ spricht aus Schwefels Sicht zudem, dass sie vom Verfassungsschutz über­wacht würden. „Deshalb werden diese Gruppierungen nie wirklich den Sprung in den Bundestag schaffen.“ Bei den „Republikanern“ macht Schwefel die Einschränkung, sie würden zwar nicht mehr in den Verfassungsschutzberichten stehen, er glaubt aber, das Amt habe aber „immer noch ein Auge auf sie“.

Offenbar mit Blick auf eine Unterstützung der „Republikaner“ im baden-württembergischen Landtagswahlkampf meint Schwefel: „Veröffentlichungen anderer Parteien zu verteilen bringt die DSU nicht weiter. Wer will denn schon Mitglied der DSU werden, wenn diese Material anderer Organisationen verteilt, anstatt hier selbst aktiv zu werden?“ (ts)

  • Zu einem Versuch von „pro Deutschland“-Chef Manfred Rouhs, mit Teilen der DSU anzubandeln, und zur aktuellen Bedeutung der „Deutschen Sozialen Union“ sieht auch:

/nrwrex/2010/08/kb-rouhs-umwirbt-dsu