BRD: Manfred Rouhs rudert zurück

Berlin/Köln – In den letzten Tagen und Wochen war Manfred Rouhs innerhalb der „Pro-Bewegung“ wegen seiner bundesweiten Ambitionen immer mehr unter Druck geraten. Jetzt zog er offenbar die Konsequenzen: Seine „Bürgerbewegung pro Deutschland“ gebe ihren bundesweiten parteipolitischen Anspruch auf, ließ er verbreiten.

Nach den erfolgreichen Verhandlungen zwischen den Republikanern und pro NRW wolle er „auf eine Einigung aller nonkonformen Kräfte hinwirken“, erklärte Rouhs heute. „Pro Deutschland wird sich mit in die neue freiheitliche Wahlplattform einbringen, die spätestens zur Europawahl 2014 antreten wird.“

An einer Kandidatur bei der Wahl des Abgeordnetenhauses in Berlin will Rouhs aber festhalten. Dabei hofft er auf Unterstützung anderer rechter Kräfte: Für einen „maximalen Erfolg“ bei der Berliner Wahl sollten „alle anderen freiheitlichen Kräfte bereits jetzt an einem Strang ziehen“.

Vom Tisch sein dürften damit aber wohl die weiteren Überlegungen für eine Expansion von „pro Deutschland“ nach Hamburg oder Niedersachsen.* Erwähnt werden solche Bestrebungen in Rouhs’ Erklärung jedenfalls nicht mehr.

Seit gut zwei Wochen hatten sich in „pro NRW“-nahen Foren die kritischen Kommentare über Rouhs gemehrt, bis hin zu Bemerkungen, er entwickele sich zum „Problemfall“ und sei „von seinem Marsch auf das Berliner Abgeordnetenhaus wohl so eingenommen, dass er für ernsthafte Politik keine Zeit hat“. Bei der Neuwahl des „pro Köln“-Vorstands am 14. November war er mit einem miserablen Ergebnis abgestraft worden.** (ts)

* /nrwrex/2010/07/brd-pro-deutschland-will-auch-nach-hamburg-und-niedersachsen

und

/nrwrex/2010/10/kbhh-pro-deutschland-will-erst-berlin-und-dann-hamburg

** /nrwrex/2010/11/k-pro-k-ln-doch-nicht-so-beraus-harmonisch