K: Kaum Bewegung bei „Bürgerbewegung pro Köln“

Köln – Eine der Grundkonstanten von „pro“ ist das Bemühen der Führungsgruppe rund um Markus Beisicht, innerhalb der angeblichen „Bürgerbewegung“ alles unter Kontrolle zu behalten. Neu-„Bürger“ haben eher keine Chance, in verantwortliche Positionen zu gelangen; „Bewegung“ ist insofern eher unerwünscht. Dass der am Sonntag gewählte neue Vorstand von „pro Köln“ im Wesentlichen aussieht wie der alte Vorstand, kann insofern nicht überraschen.

Bei einer Mitgliederversammlung im Bürgerzentrum Kalk wurde Beisicht, der die Fäden in der Domstadt selbst, bei der Landespartei „pro NRW“ und bei der Dachorganisation „Pro-Bewegung“ in der Hand hält, gestern als Vorsitzender von „pro Köln“ im Amt bestätigt. Einstimmig und in einer „harmonisch verlaufenen Versammlung“, wie es anschließend auf der Homepage von „pro Deutschland“ hieß, wurde der in Leverkusen lebende und arbeitende Rechtsanwalt wiedergewählt.

Als seine Stellvertreter bleiben Judith Wolter und Markus Wiener im Amt. Sie sind auch in der Stadtratsfraktion die bekanntesten „pro Köln“-Exponenten – die eine als Aushängeschild für die Öffentlichkeit, der andere als der strategische Planer rechtspopulistischer Kampagnen.

Schatzmeister bleibt Karel Schiele; als Schriftführer fungiert nach wie vor Bernd M. Schöppe. Etwas ausgeweitet wurde der Kreis der Beisitzer im Vorstand. Gewählt wurden dem „pro Deutschland“-Bericht zufolge Klaus Arlt, Ellen Sänger, Jana Schiele, Jörg Uckermann, Regina Wilden, Waldemar Staudenherz und Manfred Rouhs.

Rouhs, so meldete es „pro D“, habe sich „trotz umfassender Verpflichtungen in Berlin“ erneut in den „pro Köln“-Vorstand wählen lassen, „um die Einheit der Gesamtbewegung zu symbolisieren“. (ts)