MG: „Pro NRW“ wählt Kreisvorstand

Mönchengladbach – „Pro NRW“ startet den dritten Anlauf, in Mönchengladbach stabile Parteistrukturen aufzubauen. Profitieren will die selbst ernannte „Bürgerbewegung“ von den Diskussionen über eine salafistische Islamschule, die in den letzten Monaten in der Stadt geführt wurden.

In den letzten Wochen seien „fast zwei Dutzend Neuaufnahmen“ zu verzeichnen gewesen, behauptet „pro NRW“. Dem Bericht der Rechtspopulisten zufolge wurde gestern nun ein Kreisvorstand gewählt. Vorsitzende wurde die 32-jährige Hausfrau Katrin Schwanitz. Als Stellvertreter stehen ihr der kaufmännische Angestellte Michael Lenskes sowie der Maler und Lackierer Manfred Sauerwein zur Seite. Die Kasse führt der Kfz-Mechaniker Sebastian Jansen. Als Schriftführerin fungiert die Fremdsprachenkorrespondentin Monika Reh, die von „pro NRW“ als „engagierte Islamkritikerin“ vorgestellt wird.

Ziel sei es, bei der Kommunalwahl 2014 mit einer „starken Fraktion“ in den Stadtrat einzuziehen. Ein für extrem rechte Parolen ansprechbares Wählerpotenzial ist in der Stadt vorhanden. Aktuell ist die NPD mit einem Vertreter im Rat präsent; in der vorigen Wahlperiode stellte sie gar zwei Mandatsträger. (ts)