NRW: „Pro“-Wiener denkt an Organisationsstrukturen über Nordrhein-Westfalen hinaus

Köln – Die Meldung war zu erwarten: „Hunderte Mails, Faxe und Telefonanrufe aus dem ganzen Bundesgebiet“ will „pro NRW“ nach der Pressekonferenz mit dem FPÖ-Politiker Harald Vilimsky erhalten haben. Nicht unbedingt zu erwarten war, dass nun intern geprüft werden soll, „wie man überregionale Organisationsstrukturen aufbauen“ könnte.

Gemeint sind damit Strukturen über die Grenzen von NRW hinaus. „Viele Interessenten“ hätten sich im Anschluss an die Pressekonferenz nach der Möglichkeit einer Mitgliedschaft bei einem Wohnort außerhalb Nordrhein-Westfalens erkundigt oder gleich einen ausgefüllten Aufnahmeantrag mitgeschickt, behauptet „pro NRW“-Generalsekretär Markus Wiener. Man nehme diese Unterstützung gerne an und werde „auch künftig derartige Aufnahmeanträge positiv bescheiden, wenn die betreffenden Personen zu uns passen“.

Bei einem Parteitag im Frühjahr 2011 soll ein Beschluss über den möglichen Aufbau „überregionaler“ Organisationsstrukturen gefasst werden. Dies geschehe „insbesondere im Hinblick auf anstehende bundesweite Wahlen, an denen die Pro-Bewegung im Verbund mit den europäischen Freunden und einigen Verhandlungspartnern in Deutschland mitwirken werde“.

Wiener weist darauf hin, dass am kommenden Wochenende eine weitere Verhandlungsrunde mit der Parteispitze der „Republikaner“ in Stuttgart stattfinden werde. Dass REP-Chef Rolf Schlierer glücklich ist angesichts der Ankündigung von „pro NRW“, einen Aufbau von Strukturen über ihr originäres Revier hinaus ins Auge zu fassen, darf bezweifelt werden.

Nicht explizit erwähnt wird in der Mitteilung von „pro NRW“ im Übrigen Manfred Rouhs „Bürgerbewegung pro Deutschland“, die sich ebenfalls bundesweit um Mitglieder bemüht, die auf ein rechtspopulistisches Konzept setzen wollen. (ts)