D: „Republikaner“ dementieren Meldung über Kooperation mit „pro NRW“

Düsseldorf – Das Konkurrenzverhältnis zwischen „pro NRW“ und den nordrhein-westfälischen „Republikanern“ treibt zuweilen skurrile Blüten. Zum Beispiel in Düsseldorf, wo der Verein „Masjid As-Salam Islamische Vereinigung e.V. Reisholz“ ein bereits jetzt von ihm genutztes Gebäude um ein Jugendförderungszentrum ergänzen will und beide Rechtsaußenparteien dagegen mobil machen.

„Erfolgreicher Einsatz gegen Islamisierung“ betitelte „pro NRW“ gestern eine Meldung über eine Verteilaktion in der Landeshauptstadt. 10.000 „Petitionen“ der „Bürgerbewegung“ habe man dabei im Süden der Stadt verteilt. Man sei „sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Kampagne, die im Rahmen der bundesweiten Kooperation zwischen Pro-Bewegung und Republikanern auch seitens des örtlichen Republikaner-Kreisverbandes Unterstützung erfuhr“.

Der Kreisvorsitzende der „Republikaner“, Karl-Heinz Fischer, erhebt Einspruch. Glaubt man ihm, gibt es eine solche Kooperation zwischen „pro“ und Düsseldorfer REPs gar nicht. Auf der Homepage seines Kreisverbandes wird über eine „Kampagne der Republikaner“ berichtet, die auf einen „fulminanten Zuspruch“ gestoßen sei. „Pro NRW“ wird überhaupt nicht erwähnt. Fischers Kreisverband ruft statt dessen ausdrücklich dazu auf, „sich den Aktionen der Republikaner anzuschließen“.

Und die Meldung von „pro NRW“ über eine Zusammenarbeit beider Parteien in dieser Frage? „Hinsichtlich der Kampagne in Reisholz können wir nur mitteilen, dass diese eigenständig von unserer Partei und Anwohnern geführt wird. Dem Kreisverband und dem Ortsverband Reisholz/Hassels sind Anschlussambitionen von PRO an unsere Kampagne nicht mitgeteilt worden“, erklärte Fischer auf Nachfrage. Soll wohl kurz und knapp heißen: „Pro NRW“ erzählt Unfug. (ts)

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