K: „Pro Köln“ mahnwacht wieder nach der Winterpause

Köln – „Pro Köln“ will parallel zum Richtfest an der Ehrenfelder Moschee am kommenden Mittwoch eine „Mahnwache“ abhalten.

Für die Zeit von 12 bis 14 Uhr hat die selbst ernannte „Bürgerbewegung“ ihre Veranstaltung an der Ecke Venloer Straße/Fuchsstraße angemeldet. „Pro Köln“ empört sich, dass das Richtfest just an diesem Tag, da die katholische Kirche „Maria Lichtmess“ feiert, stattfinden soll. Der Richtkranz werde, so die extrem rechte Populistentruppe, „die dann zumindest architektonische Vormachtsstellung des Islam in Köln-Ehrenfeld krönen“.

Neben anderen „führenden Funktionären der Pro-Bewegung“ soll auch ihr Stadtratsmitglied Jörg Uckermann sprechen, der als ehemaliger stellvertretender Ehrenfelder Bezirksbürgermeister und CDU-Ortsvorsitzender vorgestellt wird. Uckermann, so heißt es in der Ankündigung, habe seinen Weg zur „Bürgerbewegung pro Köln“ gefunden, „als die CDU den politisch korrekten Kotau vollzog und mit ihrem im Volksmund als ,Türken-Fritz’ bekannt gewordenen Oberbürgermeister Fritz Schramma zur glühenden Vorkämpferin der Islamisierung Kölns“ geworden sei.

Dass Uckermann erst zu „pro Köln“ überlief, nachdem ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn eingeleitet worden war, verschweigen die Rechtspopulisten geflissentlich und gewohnheitsgemäß. Vorgeworfen wurde ihm seinerzeit – und nicht zum ersten Mal – die Manipulation parteiinterner Wahlen, ein Vorwurf, der bereits 2003 und 2005 gegen Uckermann laut geworden war. Als stellvertretender Bezirksbürgermeister in Köln-Ehrenfeld war er vor seinem Wechsel zu „pro Köln“ bereits abgewählt worden, seine Mitgliedsrechte in der CDU hatte Uckermann, der in den letzten Jahren wiederholt ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten ist, längst verloren. (rr)

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