DO: Sächsische Neonazis warben für Dresden-Aufmärsche

Dortmund – Sächsische Neonazis rührten am Samstag in Nordrhein-Westfalen die Werbetrommel für eine Teilnahme an den Aufmärschen, die am 13. und 19. Februar in Dresden stattfinden sollen.

Nach Neonaziangaben nahmen rund 100 Besucher an der „Informations- und Mobilisierungsveranstaltung“ in Dortmund teil. Dies war das letzte der Vorbereitungstreffen, die in den zurückliegenden Wochen bundesweit stattfanden. In Dortmund traten mehrere Redner aus Sachsen auf, darunter ein Vertreter des „Aktionsbündnisses gegen das Vergessen“, das gemeinsam mit der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ den „Trauermarsch“ am 13. Februar organisiert, sowie vom „Freien Netz Mitteldeutschland“ ein Mitorganisator der Demonstration am 19. Februar, zu der mindestens 6.000 Neonazis in der sächsischen Landeshauptstadt erwartet werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung, die im „Nationalen Zentrum“ der Dortmunder Neonazis an der Rheinischen Straße stattgefunden haben soll, durfte „Balladenspieler ,Jan Peter’“ (Jan-Peter Kersting) „einige seiner Musikstücke zum Besten“ geben.

(Rechts-)Rockiger ging es dann am Abend zu. Bei einem Konzert irgendwo im Ruhrgebiet spielten die Bands „Bunker 16“, „Morgenrot“ und „Sleipnir“. Eigentlich war auch noch der Auftritt der Gruppe „Timebomb“ vorgesehen, der aber offenbar wegen der späten Uhrzeit ausfiel. Neonazis berichten über 200 bis 300 Konzertbesucher, darunter auch die Delegation aus Sachsen.

Bei dem Konzert wurde ebenfalls für die Dresdner Aufmärsche geworben, unter anderem mit einem Infostand und einer Rede, die der Vertreter des „Aktionsbündnisses gegen das Vergessen“ hielt. Auch eine „kleine finanzielle Unterstützung“ für die Dresden-Demos habe es gegeben. (ts)