SO: Neonazis kündigen Demo in Soest an

Soest – Neonazis wollen den Tod eines 20-Jährigen aus Möhnesee, der in der Nacht zum 29. Januar bei einer Vorabi-Fete in Soest durch einen Messerstich ums Leben kam, für ihre Propagandazwecke nutzen.

Unter dem Verdacht des Totschlags sitzt ein 17-jähriger Soester in U-Haft, der noch in der Tatnacht festgenommen worden war. Der Soester Anzeiger meldete, gestützt auf Angaben der Staatsanwaltschaft, es handele sich um einen Deutschen türkischer Abstammung.

Dies wollen die Neonazis, die eine Demonstration am 12. Februar ankündigen, nun für ihre rassistische Propaganda nutzen. Über Soest heißt es auf einer eigens für die Demo eingerichteten Internetseite, aus einer „ehemals deutschen Stadt“ sei ein „Ghetto“ geworden, „wo vielerorts kein einziger Deutscher mehr lebt, Gewalt und Kriminalität hielten dagegen Einzug“.

Als Veranstalter der Demo, die mittags auf dem Vorplatz des Soester Bahnhofs beginnen soll, werden „freie nationale Kräfte aus dem östlichen Ruhrgebiet“ genannt. Die zwei, bisher namentlich angekündigten Redner kommen freilich nicht aus dem Ruhrgebiet, sondern aus dem Rheinland: Axel Reitz aus Pulheim sowie Paul Breuer aus Köln. (ts)

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