BRD: Brinkmanns „realsatirische Züge“

Berlin/Leverkusen – An einer Deeskalation des Konflikts mit dem als „pro“-Sponsor gehandelten schwedischen Unternehmer Patrik Brinkmann hat der „pro Deutschland“-Vorsitzende Manfred Rouhs offenbar wenig Interesse.

Nachdem er vorgestern schon Brinkmanns Rückzug vom Amt des Berliner „pro D“-Landesvorsitzenden recht kühl kommentiert hatte*, legte er nun im Gespräch mit dem Rechtsaußen-Wochenblatt „Junge Freiheit“ (JF) noch einmal nach. Für ihn trage Brinkmanns Verhalten „Züge einer Realsatire“, zitiert die JF Rouhs. Dass der Schwede wegen der Kandidatur eines Homosexuellen auf dem Ticket von „pro D“ hingeschmissen habe, halte er für vorgeschoben. Die „Junge Freiheit“ zitiert Rouhs mit den Worten: „Herr Brinkmann hatte uns erhebliche finanzielle und materielle Unterstützung für den Wahlkampf in Aussicht gestellt. Diese wäre nun fällig geworden. Deshalb ist er wohl gegangen.“

In den letzten Tagen hatte ein Autor, der sich mit Insiderwissen brüstete, in den Kommentarspalten einer sehr „pro NRW“-nahen Internetplattform optimistisch geäußert, dass sich Rouhs und Brinkmann „schon wieder zusammenraufen“ würden. In Berlin werde „unter anderen Vorzeichen gemeinsam weitergearbeitet werden“. „Pro NRW“-Chef Markus Beisicht, so jener Autor, habe „die Streitparteien gebeten die Auseinandersetzung nicht in der Öffentlichkeit auszutragen um die Wahlchancen in Berlin nicht zu gefährden“. Unter allen Umständen solle „pro“ eine „Schlammschlacht“ verhindern. Die freilich dürfte allerspätestens mit Rouhs’ Äußerungen gegenüber der „Jungen Freiheit“ eröffnet sein. (ts)

* /nrwrex/2011/03/brd-patrik-brinkmann-mag-schon-wieder-nicht-mehr-erg-nzt