Fundsachen (XXII): Will „verdientes Parteimitglied“ den Gürtel enger schnallen?

„Wir würden den Gürtel enger schnallen und sparen. Aber nicht beim Bürger, sondern in erster Linie zum Beispiel beim Politikbetrieb. Da könnte man die Fraktionszuwendungen ganz erheblich reduzieren. Denn man kann auch mit wesentlich weniger Geld eine sehr gute Fraktionsarbeit machen.“

Judith Wolter, Fraktionsvorsitzende von „pro Köln“, von Andreas Molau im Video-Interview zu den finanzpolitischen Vorstellungen ihrer selbst ernannten „Bürgerbewegung“ in der Domstadt befragt.

Auf eine kritische Nachfrage, ob sie eventuell glaubt, dass ihre Vorschläge auch auf die Nachbarstadt Leverkusen übertragbar sind, verzichtete „pro NRW“-Öffentlichkeitsarbeiter Molau. Wie berichtet*, beschäftigte die Leverkusener „pro“-Fraktion das „verdiente Parteimitglied“, wie ihr Vorsitzender Markus Beisicht Wolter genannt haben soll, als Aushilfskraft auf 400-Euro-Basis, ohne dass recht erkennbar war, worin eigentlich ihre Arbeitsleistung bestand. Nachfragen zum Thema ließ sie seinerzeit unbeantwortet. Ob sie beim Interview einen Gürtel trug, ist nicht überliefert. (rr)

* /nrwrex/2011/04/klev-verdientes-parteimitglied