K/LEV: Zwei weitere Abgänge bei „pro NRW“

Köln/Leverkusen – Zwei „pro NRW“-Mitglieder der ersten Stunde haben ihre bisherige Partei verlassen.

Der Kölner Hans-Martin Breninek bestätigte auf Anfrage, dass er „zweistufig“ zunächst bei „pro NRW“ und inzwischen auch bei „pro Köln“ ausgetreten sei. Breninek, 2004 für die „Republikaner“ in den Kölner Stadtrat gewählt, war ein Jahr darauf zu „pro Köln“ gewechselt. Er gehörte 2008 zu jenen Rechtspopulisten, die eine „Arbeitgemeinschaft Christen pro Köln“ gründeten. Bei der Kommunalwahl 2009 stand er nur noch auf Listenplatz 13.

Sein Ausscheiden bei „pro“ begründete er zum einen damit, dass sich zunehmend ehemalige NPDler in der „Bürgerbewegung“ breitmachen würden. Zum anderen seien ihm aber auch die heftigen Attacken zuwider gewesen, die in diesem Frühjahr aus den Reihen von „pro Köln“ gegen Oberbürgermeister Jürgen Roters geritten wurden: „Man muss menschlich bleiben“, kritisierte er zu seinem Abgang insbesondere den engeren Führungszirkel von „pro Köln“ und „pro NRW“. Breninek monierte, dass „pro“-Chef Markus Beisicht zuletzt immer noch in internen Gesprächsrunden behauptet habe, er sei nach wie vor „pro Köln“-Mitglied.

„Großzügiger Förderer“ nimmt den Hut

Bei „pro NRW“ ausgeschieden ist nach Informationen von „NRW rechtsaußen“ auch der Leverkusener Wilhelm „Buba“ Müller. Er hatte, beginnend im Spätsommer 2007, die Aufbauarbeit von „pro NRW“ in Leverkusen mit vorangetrieben und war dort in der Anfangsphase als einer von zwei Koordinatoren der selbst ernannten „Bürgerbewegung“ präsentiert worden. Trotz seines hohen Alters – Müller ist Jahrgang 1924 – hatte er bei der Kommunalwahl 2009 in einem der Wahlkreise und auf Platz 10 der „pro NRW“-Reserveliste für den Stadtrat kandidiert. Noch im November letzten Jahres war er zum Kassenprüfer des Kreisverbandes Leverkusen bestellt worden.

Wie der ehemalige stellvertretende „pro NRW“-Vorsitzende Ronald Micklich, der die Partei Mitte März verlassen hatte, auf seiner Homepage berichtete, war Müller auch ein „großzügiger Förderer“ des Kreisverbands. Er sei „mit der politischen Arbeit von pro NRW und der Aufnahme verfassungsbedenklicher Neuzugänge (wie dem Fraktionsmitarbeiter, dem Ex-NPDler André Hüsgen)“ schließlich aber „mehr als unzufrieden“ gewesen. (rr/ts)