Nebenbei: „Republikaner“ jetzt auch fulminant

Düsseldorf – Die Düsseldorfer „Republikaner“ wandeln auf den Spuren von „pro NRW“. Sie vermeldeten jetzt etwas, was sonst nur der „Bürgerbewegung“ mit Schwerpunkt etwas weiter rheinaufwärts vorbehalten ist: einen fulminanten Erfolg.

„Pro NRW“-Chef Markus Beisicht hatte dieser Tage wieder einmal von einem angeblich zügig sich fortsetzenden Verbandsaufbau an Rhein und Ruhr berichtet: „Die Mitgliederzahlen explodieren, der Zuspruch in der Bevölkerung wächst von Tag zu Tag“, hatte er wissen lassen.

Womöglich wollten die „Republikaner“ aus der Landeshauptstadt da nicht zurückstehen. Nachdem die Rheinische Post heute über sinkende Mitgliederzahlen bei CDU, SPD und FDP und Zuwächsen bei Grünen und Linken in Düsseldorf berichtet hatte, teilte ihr Kreisverband mit, dass die Zahl der REP-Mitglieder in der Stadt in den letzten zwei Jahren „um fast 20 %“ gestiegen sei. „Der Linksruck der CDU führt dazu, dass sich viele ehem. CDU-Wähler und Mitglieder nicht mehr von den Christdemokraten vertreten fühlen und sich den Republikanern zuwenden“, wollen sie glauben machen.

Auf die Angabe der genauen Zahl ihrer Mitglieder verzichten die REPs. Auch insofern könnten sie von „pro NRW“ gelernt haben: Wer bei Zahlenangaben flunkert, fällt früher oder später auf, und wer nicht flunkert, offenbart zuweilen, dass manche Parteistruktur einem Potemkinschen Dorf nicht unähnlich ist. Bleibt als Ausweg aus dem Dilemma: das Unpräzise. (rr)

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