NRW: „Republikaner“ können daheim bleiben – Parteitag fällt aus

Münster – Die verbliebenen „Republikaner“ aus Nordrhein-Westfalen können an diesem Wochenende daheim bleiben: Ihr Landesparteitag wurde nach Informationen von „NRW rechtsaußen“ kurzfristig abgesagt.

Wie berichtet, hatte die REP-Landesvorsitzende Ursula Winkelsett sich bei dem Treffen im Amt bestätigen lassen und den dezimierten Landesverband weiterhin auf einen Kurs einschwören wollen, der jede Zusammenarbeit mit „pro NRW“ ausschließt.* Warum das Treffen der REP-Mitglieder ausfällt, ist noch nicht bekannt. Auffällig ist aber, dass ein Autor, den man im Führungszirkel von „pro NRW“ vermuten darf, die Nachricht von der Absage bereits heute Nachmittag in den Kommentarspalten einer sehr „pro“-nahen Internetplattform verbreitete.

Einer der Hintergründe dafür, dass der Parteitag kurzfristig wieder abgeblasen wurde, könnte der heftige Streit zwischen Winkelsett und der Bundesspitze der Partei sein. REP-Chef Rolf Schlierer steuert auf eine Kooperation mit „pro NRW“ zu. Ziel ist eine Fusion. Zuletzt hatte Schlierer am 28. März nach dem Debakel seiner Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg erklärt, als einzelne Partei seien die „Republikaner“ für die Wähler offensichtlich nicht attraktiv genug. Die Formierung einer „rechtsdemokratischen Sammlungsbewegung“, zu der „Republikaner“ und „Pro-Bewegung“ mit ihrer Verständigung den Grundstein gelegt hätten, sei deshalb das Gebot der Stunde.

„Keine Zusammenarbeit“

Die NRW-„Republikaner“ hatten mit einer Pressemitteilung reagiert, die auf der Internetseite des ehemaligen „pro NRW“lers Ronald Micklich dokumentiert ist und als Datum den 29. März angibt. Die Erklärung trägt die Überschrift „Keine Zusammenarbeit zwischen verfassungstreuen Republikanern und extremistischen Parteien“. Im Text heißt es mit Bezug unter anderem auf „pro Köln“ und „pro NRW“: „Wir Republikaner in NRW pflegen keinen Kontakt zu solchen Organisationen oder Bürgerbewegungen und kennen sie auch nicht.“

Den zweiten Teil dieser Aussage darf man freilich in Zweifel ziehen – schließlich rekrutiert sich ein großer Teil der Mandatsträger und der Parteifunktionäre von „pro“ aus früherem „Republikaner“-Personal. (ts)

* /nrwrex/2011/03/nrw-rep-parteitag-am-n-chsten-wochenende

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