K: Beisichts interne Hinweise zur Demo bleiben nicht lange intern

Köln – Öffentlich übt sich „pro NRW“ in wortmächtiger Rhetorik: „Bürgerkrieg in Köln?“ und „Köln hält den Atem an“ lauteten in den letzten Tagen zwei der Schlagzeilen auf der Homepage der extrem rechten, angeblichen „Bürgerbewegung“. Intern schlägt der „pro“-Vorsitzende Markus Beisicht am Tag vor der Demonstration der Rechtspopulisten in Köln einen Ton an, der etwas nüchterner ist.

In einer Mail, die Beisicht heute Mittag verschickte, zeigte er sich zuversichtlich, dass es „voraussichtlich weniger Gegendemonstranten als z.B. beim 1. Anti-Islamkongress geben“ werde, da „die Medien nicht so lange im Vorfeld mobilisiert haben“. Beisicht: „Wir hoffen auf jeden Fall auf eine erfolgreiche und vollständige Demo von Köln-Deutz über die Deutzer Brücke und Heumarkt bis zu den Ringen!“

Nicht alle ganz so „zuverlässig“

Adressiert ist seine Mail an die „lieben Mitstreiter“, von denen allerdings nicht alle so „lieb“ im Beisicht’schen Sinne zu sein scheinen. Jedenfalls ist der Text mit seinen Hinweisen zur Demo, der doch eigentlich nur für „Mitglieder sowie zuverlässige Freunde und Bekannte“ bestimmt war, schon hier und da im Internet öffentlich nachzulesen.

Seine Anhängerschaft mahnt der „pro“-Chef, unbedingt zu einem der „internen Vorab-Treffpunkte“ zu kommen. Geschlossen anreisen wollen die „pro NRW“ler demnach wie bereits bei früheren Aktionen von den Bahnhöfen Leverkusen-Opladen und Köln/Bonn Flughafen. Bis 10.45 Uhr möge man sich dort auf den entsprechenden Gleisen einfinden, schreibt Beisicht und gibt den weniger demonstrationserfahrenen Anhängern schließlich einen wichtigen Tipp: „Ein Hinweis noch zu den Zügen: Die warten nicht auf uns, sondern fahren pünktlich ab!“ (ts)