K: Neonazis raten zur Abkehr vom Profi-Fußball

Köln – Ginge es nach Kölner Neonazis aus dem Umfeld von Axel Reitz und Paul Breuer, dürften der DFB sowie die Fußballclubs zumindest von der ersten bis zur dritten Liga demnächst keine Probleme mehr mit Neonazis im Stadion haben. Die braune Clique aus der Domstadt empfiehlt ihren „Kameraden“, künftig profifußball-abstinent zu leben.

In ihre „Problembeschreibung“ einleitend, konstatieren sie, dass auch „nationale Aktivisten“ sich „oft ungewollt kritiklos den Dingen, die einem vom System zur Unterhaltung angeboten werden“, widmen würden. Sie unterschieden sich darin „oft nicht von den unpolitischen und in der Regel unaufgeklärten Volksgenossen“. Auch viele „nationale Sozialisten“ würden ins Stadion gehen, Fanartikel ihrer Lieblingsmannschaft kaufen und „damit sog. Professionelle Fußballvereine sowie den Dachverband DFB“ unterstützen.

Das soll nun anders werden. Zum Beispiel, weil die DFB- Elf gar keine Nationalmannschaft mehr sei, „sondern ein gekaufter Haufen internationaler Spieler“. Zum Beispiel, weil die großen Vereine in den oberen Ligen „ausschließlich profitorientiert“ und noch dazu „offen antideutsch eingestellt“ seien. „Mit der Unterstützung eines professionellen Fußballvereins, zum Beispiel durch den Kauf einer Eintrittskarte für ein Spiel, trägt man zu dessen Profit bei. Eigentlich keine große Sache, wären die Bundesligavereine nicht allesamt bekennende Gegner eines nationalen und sozialistischen Deutschlands“, schreiben die nicht namentlich genannten Autoren des Textes.

„Feinde unserer Idee“

Anstatt sich als „Anhänger zu als Sportvereinen getarnten kapitalistischen Unternehmen zu bekennen, die ganz offen erklären dass sie sich als Feinde unserer Idee und Lebenshaltung verstehen und auch entsprechend so handeln“, solle man sich als „nationaler Sozialist und damit als Träger einer idealistischen Weltanschauung“ vielleicht überlegen, ob man nicht besser „den kleinen Verein vor Ort unterstützt oder noch besser, sich selber im gesunden Breitensport betätigt“, heißt es in dem Text.

Vor allem Letzteres empfehlen die Kölner Neonazis – hatten sich doch auch ihre politischen Vorbilder vor rund sieben Jahrzehnten gerne auf eine alte römische Redewendung bezogen: „Mens sana in corpore sano – Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.“ (ts)

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