BO: „Pro NRW“ will Kreisverband aufbauen

BOCHUM – „Pro NRW“ will in Bochum „im Herbst so schnell wie möglich einen arbeitsfähigen Kreisvorstand“ wählen lassen. Ihrer Planung hängt die selbst ernannte „Bürgerbewegung“ in der Ruhrgebietsstadt ein wenig hinterher. Im Februar hatte es geheißen, „vorrangiges Ziel“ sei es, bereits im ersten Halbjahr 2011 dort einen „völlig eigenständigen Kreisverband“ aufzubauen.

Geklappt hat das noch nicht. Doch immerhin hat der „sich im Aufbau befindende pro-NRW-Kreisverband“ nach Angaben der Partei am Donnerstagabend eine erste Monatsversammlung abgehalten. Und das mit reichlich auswärtiger Unterstützung. Der Kölner Ratsherr Jörg Uckermann war gekommen, Gereon Breuer, Beiratsvorsitzender der „Kommunalpolitischen Vereinigung“ der Rechtspopulisten, dazu die Stadtratsmitglieder aus Dortmund und Ennepetal, Max Branghofer und Andre Hüsgen sowie „pro NRW“-Landesschriftführerin Claudia Gehrhardt. Eine bunte Mischung also, von nach rechts abgedrifteten Ex-Christdemokraten über einen ehemaligen DVU-Landesvorsitzenden bis zum Ex-NPD-Stadtrat bzw. zur Ex-NPD-Wahlwerberin.

Ende 2010 sieben Mitglieder

„Sie alle zeigten sich erfreut über die gute Beteiligung Bochumer pro-NRW-Mitglieder und -Unterstützer“, heißt es im Veranstaltungsbericht der angeblichen „Bürgerbewegung“. Wie viele Bochumer zu der Runde kamen, wurde freilich nicht mitgeteilt. Nach Informationen von „NRW rechtsaußen“ zählte „pro NRW“ Ende letzten Jahres in der 375.000-Einwohner-Stadt gerade einmal sieben Mitglieder. Ein weiteres Mitglied mit Wohnsitz in Bochum gehört offenbar dem Dortmunder Kreisverband an. (ts)