HA: „Pro NRW“ erinnert sich an Hagen

HAGEN – Auch in der Urlaubszeit: Die Presseauswertung bei den „pro NRW“-Spitzenkräften in Köln und Leverkusen funktioniert. Kaum hatte das WAZ-Internetportal „derwesten.de“ am Montag über Pläne der islamisch-kurdischen Gemeinde berichtet, in einem ehemaligen Bunker ein Moschee einzurichten, da meldete sich heute die selbst ernannte „Bürgerbewegung“ auch schon zum Thema zu Wort.

Wie gewohnt sprechen die Rechtspopulisten von einem „fragwürdige Islamisierungsprojekt“. Zwei geplante Minarette würden „als islamisches Machtsymbol den Überlegenheitsanspruch der Politreligion Islam über die einheimische Bevölkerung symbolisieren“, heißt es.

Man werde, kündigte „pro NRW“ an, „den Widerstand der Hagener Bürger gegen dieses Projekt der Islamisierung maßgeblich unterstützen“. Wie in anderen Fällen auch, sollen in Hagen als „Petition“ bezeichnete Flugblätter verteilt werden. Sie haben für die „Bürgerbewegung“ den angenehmen Vorteil, dass sie weiteres Adressmaterial für die Interessentenkartei der extrem rechten Partei liefern können. Neben dieser Unterschriftenaktion sind nach Angaben von „pro NRW“ noch weitere Aktionen in Hagen geplant.

Einer der Stillen im Lande

Sich in der Volmestadt wieder einmal in Erinnerung zu bringen, kann aus Sicht der Rechtspopulisten nicht schaden. Mit viel – vor allem verbalen – Schwung waren sie vor eineinhalb Jahren an die Arbeit gegangen. Als „spektakulär“ war der Wechsel des vormaligen „Republikaner“-Stadtrats Wolfgang Schulz zu „pro NRW“ bezeichnet worden. Doch der Schwung scheint längst raus aus der Angelegenheit.

Schulz eilt der Ruf voraus, nicht unbedingt zu den nach „pro“-Maßstäben fleißigeren Kommunalpolitikern zu gehören. Die letzte Initiative des Stadtratsmitglieds, die auf der Internetseite der Hagener „pro NRW“-Filiale dokumentiert ist, datiert zum Beispiel vom November 2010, die letzte dort veröffentliche Verlautbarung zu einem Thema der Hagener Kommunalpolitik vom Januar 2011. In der heutigen Mitteilung von „pro NRW“ taucht sein Name überhaupt nicht auf. (ts)

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