SI: Ex-NPD-Funktionär hält die Partei für ein „Verfassungsschutzprojekt“

SIEGEN – Die NPD sei ein Projekt des Verfassungsschutzes. Meint ihr ehemaliger Siegen-Wittgensteiner Kreisvorsitzender Stephan Flug und präzisiert damit die Gründe für seinen Abgang aus der Partei.

In seiner Austrittserklärung vom Mittwoch hatte er es noch bei der allgemeinen Aussage belassen, die NPD sei „bis in die Führungsspitzen ,fremdgesteuert’“, ohne genau mitzuteilen, wer sie seiner Ansicht nach steuert.

„Kaum waren die ersten maßgeblichen parlamentarischen Erfolge da, sprich: Einzug in zwei Landtagsparlamente, schon beginnt eine gesteuerte innerparteiliche Selbstzerstörung“, schreibt Flug nun in einem Kommentar auf der neonazistischen Internetplattform „Altermedia“. „Das System ,kauft’ eine Partei oder entscheidende Funktionäre ein, nachdem die ersten Erfolge erzielt wurden, die zu einer Bedrohung für das Besatzerregime BRD werden könnten“, weiß Flug zu berichten. Das selbe Szenario habe er bereits in den 90er Jahren bei den „Republikanern“ miterlebt.

„GruSS aus Siegen“

Der „Feind“ habe die Gefahr, die einmal von der NPD ausgegangen sei, „erkannt und diese wahrscheinlich weitgehend gebannt“, meint er. Auf Bundesebene taumele die Partei seit geraumer Zeit  „orientierungs- und führungslos“ daher. Und auch in Nordrhein-Westfalen steht es um die NPD aus seiner Sicht zumindest ähnlich schlecht: „Ein Blick nach NRW lässt jeden aufrechten Kameraden erschauern!“

Seinen Kommentar unterschreibt der Ex-Kreisvorsitzende, der dem offen bekennend neonationalsozialistischen Flügel der Partei zugerechnet wurde, so: „GruSS aus Siegen - Stephan Flug“. (ts)

* /nrwrex/2011/08/si-ab-flug-aus-der-npd

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