Presseschau: Mauer des Schweigens

WUPPERTAL – Bei den Ermittlungen zu dem Übergriff auf dem Vohwinkeler Flohmarkt hat die Polizei ein Problem: Ihr gegenüber würden die Verdächtigen und die Opfer schweigen, berichtet die Westdeutsche Zeitung. Die Polizei ermittle wegen gefährlicher Körperverletzung gegen 15 Personen, die dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet würden.

Die Polizei habe sich am Montag nicht den Schwarzen Peter nicht zuschieben lassen wollen, so die WZ. Nach entsprechenden Ankündigungen im Internet sei man auf „etwaige Übergriffe verfeindeter Extremisten“, wie die Westdeutsche Zeitung formuliert, vorbereitet gewesen und habe schnell eingegriffen. Nach WZ-Informationen war deswegen an allen drei Festtagen ein zusätzliches Kontingent von etwa 50 Bereitschaftspolizisten vor Ort. Die Verdächtigen seien erst am Sonntagabend – nach dem Ende des Flohmarkts – aus dem Polizeigewahrsam in Barmen entlassen worden.

Nach dem erneuten Übergriff ändere die Polizei aber ihre Sicht auf die Vohwinkeler Neonazi-Szene. Greifbare Führungsstrukturen seien zwar auch bei der Schlägerei auf dem Flohmarkt nicht zu erkennen – eine „Verfestigung der Gruppe und ein gewisser Zulauf“ jedoch schon.

Die WZ berichtet außerdem, dass die nach einem Pfefferspray-Angriff auf Besucher eines Aufklärungsfilms im Cinemaxx-Kino im vorigen Dezember eingeleiteten Verfahren – unter anderem wegen Landfriedensbruchs – inzwischen eingestellt worden seien. Weil die Angreifer damals vermummt gewesen seien, sei es nicht möglich zu klären, wer was getan habe.

Zum ausführlichen Bericht der Westdeutschen Zeitung:

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/mauer-des-schweigens-nach-schlaegerei-auf-dem-flohmarkt-1.776663

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