RE: „Pro NRW“ will endlich „unübersehbar“ werden

HERTEN – „Hunderte islamisierungskritische Demonstranten“ kündigt die „Bürgerbewegung pro NRW“ für ihre Veranstaltung am 17. September im Hertener Stadtteil Langenbochum an. Die Route, die der Aufzug nehmen soll, steht nach Angaben der extrem rechten Partei inzwischen fest.

Ursprünglich war nach Informationen von „NRW rechtsaußen“ in der Veranstaltungsanmeldung der selbst ernannten „Bürgerbewegung“ von etwa 200 Teilnehmern die Rede. Ob „pro NRW“ mit der Formulierung, „Hunderte“ Teilnehmer würden erwartet, ausdrücken will, dass sich die Mobilisierung aus ihrer Sicht besser entwickelt als erwartet, oder ob es sich um eine Übertreibung handelt, ist offen. Letzteres dürfte aber nach allen Erfahrungen, die man mit den Rechtspopulisten in den letzten Monaten und Jahren hat machen können, sehr viel wahrscheinlicher sein.

Gegenveranstaltungen geplant

Starten soll die Demo in der Feldstraße. Sie werde „sowohl am alten DITIB-Gebäude als auch am geplanten Standort der neuen Großmoschee vorbeiführen“, teilte „pro“ mit. Nach einer Zwischenkundgebung werde in die Paschenbergstraße in Sichtweite der „Blauen Moschee“ die Abschlusskundgebung stattfinden. Von den anfangs angekündigten „diversen Zwischenkundgebungen“ auf der Wegstrecke ist damit nur noch eine übrig geblieben.

Der „pro NRW“-Bezirksvorsitzende im Ruhrgebiet, das Gelsenkirchener Stadtratsmitglied Kevin Gareth Hauer, sprach gewohnt vollmundig von einem „unübersehbaren Protestzeichen gegen Islamisierung und Überfremdung“. Das Hertener „Bündnis für Demokratie“ will mit zwei Veranstaltungen der rechtspopulistischen Partei entgegentreten.** (ts)

* /nrwrex/2011/08/re-demo-koordination-im-fraktionsb-ro

** http://www.hertener-allgemeine.de/lokales/herten/Starke-Zeichen-gegen-Rechts;art995,550391

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