B: „Pro Deutschland“-Chef Rouhs wiedergewählt – Bonner „pro NRW“ler Ernst neu im Vorstand

BERLIN – Der Ex-„pro Köln“-Stadtrat Manfred Rouhs ist erwartungsgemäß als Vorsitzender seiner „Bürgerbewegung pro Deutschland“ im Amt bestätigt worden.

Wie die rechtspopulistische Partei per Ticker meldete – Medien waren am Samstag bei der Bundesversammlung der angeblichen „Bürgerbewegung“ in Berlin* nicht zugelassen –, wurde Rouhs bei nur einer Gegenstimme wiedergewählt. Sein Stellvertreter bleibt der ehemalige „Republikaner“ Alfred Dagenbach. Er gilt manchen im Spektrum der rechtspopulistischen Parteien als Hindernis auf dem Weg zu einer Kooperation zwischen „pro“-Gruppierungen und den „Republikanern“ unter ihrem aktuellen Parteivorsitzenden Rolf Schlierer.

Bessere Verzahnung?

Der Bonner Stadtrat Nico Ernst war offenbar nicht nur zur „pro D“-Bundesversammlung nach Berlin gereist, um dort Grüße von „pro NRW“ zu überbringen. Ernst, der sich auch im Abgeordnetenhauswahlkampf der Rouhs-Truppe engagiert hatte, ließ sich von den anwesenden „pro D“-Mitgliedern als Beisitzer in deren Bundesvorstand wählen. Ob dies letztlich zu einer besseren Verzahnung im nicht immer konfliktfreien Verhältnis zwischen „pro NRW“ und „pro Deutschland“ führt oder aber neue Konflikte in die Reihen von „pro NRW“ trägt, bleibt vorerst offen. Laut „pro D“-Ticker soll Ernst in seinem Grußwort gesagt haben, er wünsche, dass „von dieser Veranstaltung ein deutliches Signal der Einigkeit der Pro-Bewegung ausgehen“ möge.

Aus NRW-Sicht noch bemerkenswert: Ausgeschieden aus dem „pro Deutschland“-Vorstand ist der bisherige Schatzmeister Tilmann Reichelt aus Bonn. Erneut in den Vorstand gewählt wurde Rouhs’ langjährige Kölner Parteifreundin Regina Wilden. Bisher fungierte sie als Schriftführerin, künftig als einfache Besitzerin. (ts)

* /nrwrex/2011/11/b-rouhs-l-sst-sich-als-pro-deutschland-chef-wiederw-hlen

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