Lesetipp: Bekenntnisse eines V-Mannes

SOLINGEN – „Stern.de“ hat mit Wolfgang Frenz gesprochen. Der frühere stellvertretende Landesvorsitzende der NPD war einer der bekanntesten und ranghöchsten V-Leute des Verfassungsschutzes in der Partei. Indirekt sorgte er dafür, dass das NPD-Verbotsverfahren vor knapp einem Jahrzehnt scheiterte. Im Gespräch schildert Frenz (75) „Unfassbares aus seiner Zeit mit dem Verfassungsschutz“, befindet „Stern.de“:

  • wie Frenz Anfang der 60er Jahre als damaliges Mitglied der Deutschen Reichspartei (DRP) in Kontakt zum Verfassungsschutz geriet – mit dem Segen der Parteiführung, wie er behauptet („Die Honorare, die das Amt zahlte, sollten nach Abzug der eigenen Kosten, in die DRP-Landeskasse fließen, um den chronischen Geldmangel der Partei zu lindern“)
  • wie er für den VS noch wichtiger wurde, als er 1964 zu den ersten Mitgliedern der NPD gehörte („Mit Gründung der NPD wurde ich für den Verfassungsschutz interessanter“)
  • was er in all den Jahren vom VS kassiert habe und wohin das Geld zum Teil geflossen sei („Wenn sie so wollen, hat der Verfassungsschutz die Grundfinanzierung der NPD in NRW geleistet“)
  • welche Nichtigkeiten er nach eigenen Angaben beim VS ablieferte („Im Grunde bekamen die nur öffentlich zugängliche Informationen“)
  • welche Verbrüderungen es zwischen V-Mann und V-Mann-Führern gab

Zum  Bericht:

http://www.stern.de/panorama/wie-wolfgang-frenz-die-ndp-rettete-bekenntnisse-eines-v-mannes-1753638.html

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