DU: Querschüsse gegen „pro NRW“ auch vom REP-Bundesverband (ergänzt)

DUISBURG – An Querschüsse des „Republikaner“-Landesverbandes müsste man sich bei „pro NRW“ ja inzwischen gewöhnt haben. Die nordrhein-westfälischen „Republikaner“ haben bisher keine Neigung erkennen lassen, mit der selbst ernannten „Bürgerbewegung“ baldigst eng zu kooperieren oder gar zu fusionieren. Doch auch die öffentlichen Signale des REP-Bundesvorstands für eine solche Zusammenarbeit blieben zuletzt aus. Eher im Gegenteil.

Auf der Internetseite des „Republikaner“-Bundesverbandes wird gar eine Pressemitteilung vom REP-„Landesverband NRW, Pressestelle Düsseldorf“ verbreitet, die sich mit den Aktivitäten in Duisburg und einem „großflächigen Aktionstag“ dort beschäftigt. „Der Duisburger Kreisverband wird eigenständig mit weiteren Aktionen den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zeigen, dass spätestens bei den nächsten Kommunalwahlen wieder eine konservative und freiheitliche Wahlalternative vorhanden ist“, heißt es dort. Auch Duisburg brauche eine politische Veränderung, die „nur mit den Republikanern möglich“ sei.

„Pro NRW“ hatte bei der Landtagswahl 2010 in den vier Duisburger Wahlkreisen mit Ergebnissen zwischen 2,9 und 4,6 Prozent ein deutlich überdurchschnittliches Ergebnis erzielt. Die angebliche „Bürgerbewegung“ hatte in der Folge gar von einer „neuen Hochburg“ gesprochen.

Angekündigt werden in der Pressemitteilung auf der Internetseite des REP-Bundesverbandes zudem „weitere landesweite Aktionstage“. Damit solle auch „der weitere Strukturausbau vorangetrieben werden“. (ts)

  • Ergänzung (5. Dezember): Der Bundesverband der „Republikaner“ hat die Pressemitteilung zu den Duisburger bzw. nordrhein-westfälischen Aktivitäten wieder von seiner Internetseite heruntergenommen. Nach wie vor zu finden ist dort aber eine Pressemitteilung des stellvertretenden geschäftsführenden Bundesvorsitzenden der Partei, Johann Gärtner, zum Thema Europawahl. Darin heißt es, die Republikaner seien „geradezu prädestiniert, als kritisch ausgerichtete Partei einen grundlegenden Umbau in der europäischen Union mitzugestalten“. Deshalb sehe Gärtner „den Anfang einer Aufbruchsstimmung für die Partei“. Von einer Kooperation mit „pro NRW“ oder gar einer Fusion* ist in dem Beitrag nicht die Rede.

* /nrwrex/2011/12/du-quersch-sse-gegen-pro-nrw-auch-vom-rep-bundesverband-erg-nzt

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