Fundsachen (LIV): Rechtspopulistischer Halbsprach-Anarchist?

„Dormagen: vernhemen Sie einen Aufschrei aus der Bevölkerung ?“

„Dormagen: Dackel Wimmer lässt Grüßen....“

„Dormagen: Sparbemühungen, wo man doch gar nicht sparen will …“

„Dormagen: KA vorsitzender Hauschild senil oder einfach nur dumm?“

Die vier aktuellsten Überschriften auf der Internetseite von „pro NRW“ in Dormagen im Original, veröffentlicht vom „pro“-Bezirksvorsitzenden für den Niederrhein. Ein Titel ist tatsächlich fehlerfrei.

Bei einem sehr „pro“-nahen Internetblog stellt sich ein Autor derweil die Frage, woran es liegt, dass der Analphabetismus grassiert. Drei Faktoren, die in der Diskussion seiner Ansicht nach zu kurz kommen, nennt er: „das Reformchaos, was letzten Endes jedem ermöglicht, so zu schreiben wie ihm es passt, was wiederum zu grammatischer Anarchie führt“; die „Tatsache, dass überhaupt immer weniger Wert auf die deutsche Sprache gelegt wird“; den „zunehmenden Ausländeranteil und den Anteil von Kindern, die ,halbsprachig’ aufwachsen“. Unterstellen wir, die Analyse würde stimmen. Bliebe die Frage, ob es sich beim „pro NRW“-Bezirkschef aus dem Rhein-Kreis Neuss um einen dieser Grammatik-Anarchisten handelt, denen die deutsche Sprache schnurzpiepegal ist und die sogar im besten Funktionärsalter von 45 Jahren immer noch halbsprachig unterwegs sind. (rr)

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