NRW: „Einzige Opposition“ im Lande sieht sich benachteiligt

KÖLN – „Pro NRW“-Generalsekretär Markus Wiener sieht sich verfolgt. Durch die Medien im Allgemeinen und durch den WDR im Speziellen.

Heute beklagte sich der Kölner „pro“-Politiker, dass die WDR-Nachrichten vor einigen Tagen die Mitgliederentwicklung der Parteien in NRW thematisiert hätten, ohne die, wie Wiener schrieb, „einzige Opposition im Land, die Bürgerbewegung pro NRW“, zu nennen.

Ausgeklammert werde seine Partei auch aus den Umfragen. „Während die Piraten-Partei mit einem ähnlichen Wahlergebnis bei der letzten Landtagswahl in den letzten Monaten geradezu hoch geschrieben worden ist, klammern die beauftragten Meinungsforschungsinstitute pro NRW bewusst aus“, äußerte Wiener. Dass seine Partei in den Umfragen nicht gesondert erwähnt wird, weil sie – anders als derzeit die „Piraten“ – so niedrige Werte aufweist, dass eine statistisch halbwegs zuverlässige Zahl nicht ermittelt werden kann, ist zwar die wahrscheinlichste Erklärung, der „pro“-General zieht sie in seinem Beitrag aber nicht in Erwägung.

Wieners Schweigen

Er habe, erklärte Wiener weiter, auch kein Wort darüber gehört, „dass pro NRW als einzige Partei im letzten Jahr einen massiven Mitgliederzuwachs erleben durfte“. Konkrete Zahlen zum Thema oder einen Beleg für seine Behauptung, die selbst ernannte „Bürgerbewegung“ habe deutlich zugelegt, lieferte Wiener nicht.

Eine Anfrage von „NRW rechtsaußen“ nach konkreten aktuellen Zahlen und nach Vergleichszahlen vom Jahresende 2010 ließ Wiener unbeantwortet. Anfang 2011 hatte er von „über 2100 Mitgliedern“ in Nordrhein-Westfalen gesprochen. Tatsächlich dürfte sich Ende vorigen Jahres die Zahl der „pro NRW“- und „pro Köln“-Mitglieder, abzüglich der Doppelmitglieder zwischen 800 und 870 bewegt haben.* Indizien für einen „massiven“ Zuwachs seither gibt es keine. (ts/rr)

* /nrwrex/2011/10/nrw-pro-bewegung-mit-notorischer-rechenschw-che

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