Presseschau: „Pro NRW“ kommt nicht ins Rathaus

GELSENKIRCHEN – Eine angeblich seriöse Partei, und sei sie tatsächlich noch so suspekt, braucht einen seriösen Rahmen. Man will ja vom Hinterzimmer-Image wegkommen. Ein Parteitag? Gern im Forum Leverkusen. Interne Treffen und Pressekonferenzen? Gern in der stadteigenen Villa Wuppermann in Leverkusen. Bezirksversammlungen und hochtrabend als „Konferenz“ betitelte Propagandaveranstaltungen? Gern in Schloss Horst in Gelsenkirchen. Einen Dämpfer erhielt die Reputationssimulation von „pro NRW“ jetzt aber genau dort, in Gelsenkirchen.

Die Ratsfraktion der selbst ernannten „Bürgerbewegung“ hatte ihren Neujahrsempfang im Rathaus Buer durchführen wollen. Die Verwaltung lehnte ab, gestützt auf einen grundsätzlichen Ratsbeschluss zur Nutzung der Räume für repräsentative Veranstaltungen. Die Truppe rund um Fraktionschef Kevin Hauer schaltete den Kölner Rechtsanwalt Jochen Lober ein. Der argumentierte einem Bericht der WAZ zufolge tatsächlich, dass es sich bei dem Neujahrsempfang von „pro NRW“ nicht um eine repräsentative Veranstaltung handele, sondern bloß um eine erweiterte Arbeitssitzung der Fraktion.

Den städtischen Hauptausschuss konnte aber auch das nicht erweichen: Bei einer Gegenstimme – der von Hauer selbst – wurde der Antrag der angeblichen „Bürgerbewegung“ abgelehnt. Marion Strohmeier (BBG) regte zudem an, auch der verstärkten Nutzung der Räume in Schloss Horst durch „pro NRW“ einen Riegel vorzuschieben. Die WAZ berichtet ausführlich über das Thema:

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/ablehnung-auf-ganzer-linie-id6146433.html

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