NRW rechtsaußen Die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen http://www.lotta-magazin.de/ de http://www.lotta-magazin.de/sites/all/themes/lotta/images/favicon.gif NRW rechtsaußen http://www.lotta-magazin.de/ Antifaschistische Zeitung aus NRW, RLP und Hessen NRW rechtsaußen lotta-redaktion@no-log.org (LOTTA Magazin) Tue, 05 Dec 2017 13:12:10 +0100 Tue, 05 Dec 2017 13:14:04 +0100 Pressemitteilung: NRW-Innenminsterium informiert Öffentlichkeit unzureichend über "Kampf der Nibelungen" http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2017/12/pressemitteilung-nrw-innenminsterium-informiert-ffentlichkeit-unzureichend-ber-kampf- Pressemitteilung der LOTTA vom 5.12.2017Am 5. Dezember 2017 nahm das Innenministerium des Landes NRW Stellung zum neonazistischen Kampfsportevent „Kampf der Nibelungen“, das am 14. Oktober 2017 vor über 500 Neonazis in Kirchhundem (Kreis Olpe) stattfand.[1]Die Antworten der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ lösen bei Neonazismus-Expert*innen Erstaunen aus:„Die Informationen, welche die Landesregierung der Öffentlichkeit über eines der derzeit wichtigsten Neonazi-Events zur Verfügung stellt, sind äußerst dürftig. Entweder fehlt es Verfassungsschutz und Polizei an einer tiefgreifenden Analyse oder die Bedeutung des 'Kampfs der Nibelungen' soll seitens des Innenministeriums heruntergespielt werden“, so Britta Kremers, Redakteurin der antifaschistischen Zeitschrift LOTTA. Die Zeitschrift hatte im Januar 2016 eine der ersten Hintergrund-Recherchen über den „Kampf der Nibelungen“ veröffentlicht.[2]So verweist die Landesregierung in ihrer Antwort auf die Frage, welche extrem rechten Strukturen aus NRW an der Organisation der Kampfsportveranstaltung beteiligt waren, lediglich auf das öffentlich einsehbare Impressum der Homepage des „Kampfs der Nibelungen“, das den Dortmunder Alexander Deptolla als Verantwortlichen ausweist.[3] Weitere Informationen über die Organisationsstruktur werden nicht genannt. Auch auf die Frage einer möglichen Beteiligung von Strukturen der „Hammerskins“ sowie neonazistischer Strukturen aus dem Ausland, nennt die Landesregierung lediglich das Sponsoring durch die Marken „White Rex“ (Russland) und „Pride France“ (Frankreich).Tobias Hoff, LOTTA-Autor und Experte für den „Kampf der Nibelungen“, hält diese Antworten für irreführend: „Tatsächlich sind die Strukturen der militanten Hammerskin Nation ('Hammerskins') seit der ersten Veranstaltung im Jahr 2013 maßgeblich in die Organisation eingebunden. Alexander Deptolla steht im engen Kontakt mit diesem konspirativ agierenden, internationalen Neonazi-Netzwerk, beispielsweise zu einem der exponiertesten Personen der deutschen Hammerskins Malte Redeker. Deptolla und Redeker gehörten zu einer Reisegruppe deutscher Hammerskins, die im Juni 2017 auf der Ferieninsel Mallorca durch die Störung eines Auftrittes der Schlagersängerin Mia Julia im Lokal 'Bierkönig' für bundesweite Schlagzeilen sorgten“, so Hoff.Nach Einschätzung von Hoff sind die Betreiber der russischen Marke „White Rex“ nicht bloß die Sponsoren der Veranstaltung, sondern zählten zu den treibenden Kräften hinter der europaweiten Etablierung von Events wie dem „Kampf der Nibelungen“.Hoff: „In den letzten Jahren ist ein transnationales Netzwerk des Neonazi-Kampfsports entstanden, dessen Akteuren es nicht nur um das Geldverdienen durch den Verkauf von Bekleidung geht. Ihr Ziel ist letztlich die Befähigung der Neonazis zur Gewaltausübung. Da ist eine explosive Mischung brutaler Gewaltäter entstanden, zu der organisierte Neonazis ebenso wie extrem rechte Hooligans zählen. Diese Gefahr muss ernst genommen werden.“Neben Deptolla sind nach Informationen der LOTTA weitere Neonazis aus dem Ruhrgebiet in die Organisation der Veranstaltung eingebunden. Der Dortmunder Neonazi Christoph Drewer, kommissarischer Bundesvorsitzender der Partei „Die Rechte“, stand bereits im Vorjahr als Kämpfer im Ring.[4] Drewer war 2006 wegen verschiedener Körperverletzungsdelikte zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.[5] Unter anderem hatte er auf einem Stadtfest in Hamm mehrere nicht-rechte Jugendliche attackiert und zum Teil schwer verletzt.Die Neonazismus-Expert*innen der LOTTA kritisieren die Untätigkeit der nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden. Während die Behörden des Landes Hessen die Kommunen im Vorfeld des diesjährigen „Kampfs der Nibelungen“ vor möglichen Anmietungen von geeigneten Räumlichkeiten durch Neonazis gewarnt hätten, sei Nordrhein-Westfalen untätig geblieben, obwohl dem Innenministerium Kenntnisse vorgelegen hätten, dass die Veranstaltung im Jahr 2015 in Hamm stattgefunden habe. Der Öffentlichkeit wurde dies erst durch die Antwort auf die aktuelle Kleine Anfrage bekannt. In den Verfassungsschutzberichten des Landes NRW für die Jahr 2015 und 2016 fand der „Kampf der Nibelungen“ keine Erwähnung. Wie solche Veranstaltungen künftig in NRW unterbunden werden sollen, dazu habe sich die Landesregierung nicht zufriedenstellend geäußert, meint LOTTA-Redakteurin Britta Kremers.Kremers und ihre Kolleg*innen wollen am Thema bleiben. Die von einer ehrenamtlichen Redaktion herausgegebene Zeitschrift LOTTA wird sich in ihrer nächsten, Anfang 2018 erscheinenden, Ausgabe intensiv in einem Schwerpunkt mit den Hintergründen des „Kampfs der Nibelungen“ und der Betätigung von Neonazis in der Kampfsportszene befassen.[6] Aus der Kampfsportszene heraus hat sich mittlerweile die antifaschistische Kampagne „Runter von der Matte“ gebildet, die der Einflussnahme von Neonazis entgegen tritt und eine umfangreiche Aufklärungsarbeit betreibt.[7]Anmerkungen[1] Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 480 der Abgeordneten Verena Schäffer und Josefine Paul der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Drucksache 17/1358, online: https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-1358.pdf [2] Tobias Hoff: „Um sich mit ihren weissen Brüdern zu messen“. Das Neonazi-Kampfsport-Event "Kampf der Nibelungen", in: LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen, Ausgabe 61/Winter 2016, /ausgabe/61/um-sich-mit-ihren-wei-en-br-dern-zu-messen[3] Die Website wurde in dieser Form erst in diesem Jahr online gestellt. Alexander Deptolla zählte zum Führungskreis des verbotenen „Nationalen Widerstand Dortmund“ und betätigt sich aktuell auch im Kreisverband Dortmund der Neonazi-Partei „Die Rechte“.[4] Siehe Werbevideo für den „Kampf der Nibelungen 2017“, Minute 1:25, https://www.youtube.com/watch?v=bcahL2d4bnA [5] Siehe http://nordstadtblogger.de/christoph-drewer-verurteilt-dem-bundesvize-der-neonazi-partei-die-rechte-drohen-insgesamt-drei-jahre-haft/ sowie LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen,, Ausgabe 23/Sommer 2006, S. 50[6] www.lotta-magazin.de[7] https://runtervondermatte.noblogs.org/ Tue, 05 Dec 2017 13:12:10 +0100 NRW rechtsaußen Pressemitteilung: NRW-Innenminsterium informiert Öffentlichkeit unzureichend über "Kampf der Nibelungen" Pressemitteilung der LOTTA vom 5.12.2017Am 5. Dezember 2017 nahm das Innenministerium des Landes NRW Stellung zum neonazistischen Kampfsportevent „Kampf der Nibelungen“, das am 14. Oktober 2017 vor über 500 Neonazis in Kirchhundem (Kreis Olpe) stattfand.[1]Die Antworten der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ lösen bei Neonazismus-Expert*innen Erstaunen aus:„Die Informationen, welche die Landesregierung der Öffentlichkeit über eines der derzeit wichtigsten Neonazi-Events zur Verfügung stellt, sind äußerst dürftig. Entweder fehlt es Verfassungsschutz und Polizei an einer tiefgreifenden Analyse oder die Bedeutung des 'Kampfs der Nibelungen' soll seitens des Innenministeriums heruntergespielt werden“, so Britta Kremers, Redakteurin der antifaschistischen Zeitschrift LOTTA. Die Zeitschrift hatte im Januar 2016 eine der ersten Hintergrund-Recherchen über den „Kampf der Nibelungen“ veröffentlicht.[2]So verweist die Landesregierung in ihrer Antwort auf die Frage, welche extrem rechten Strukturen aus NRW an der Organisation der Kampfsportveranstaltung beteiligt waren, lediglich auf das öffentlich einsehbare Impressum der Homepage des „Kampfs der Nibelungen“, das den Dortmunder Alexander Deptolla als Verantwortlichen ausweist.[3] Weitere Informationen über die Organisationsstruktur werden nicht genannt. Auch auf die Frage einer möglichen Beteiligung von Strukturen der „Hammerskins“ sowie neonazistischer Strukturen aus dem Ausland, nennt die Landesregierung lediglich das Sponsoring durch die Marken „White Rex“ (Russland) und „Pride France“ (Frankreich).Tobias Hoff, LOTTA-Autor und Experte für den „Kampf der Nibelungen“, hält diese Antworten für irreführend: „Tatsächlich sind die Strukturen der militanten Hammerskin Nation ('Hammerskins') seit der ersten Veranstaltung im Jahr 2013 maßgeblich in die Organisation eingebunden. Alexander Deptolla steht im engen Kontakt mit diesem konspirativ agierenden, internationalen Neonazi-Netzwerk, beispielsweise zu einem der exponiertesten Personen der deutschen Hammerskins Malte Redeker. Deptolla und Redeker gehörten zu einer Reisegruppe deutscher Hammerskins, die im Juni 2017 auf der Ferieninsel Mallorca durch die Störung eines Auftrittes der Schlagersängerin Mia Julia im Lokal 'Bierkönig' für bundesweite Schlagzeilen sorgten“, so Hoff.Nach Einschätzung von Hoff sind die Betreiber der russischen Marke „White Rex“ nicht bloß die Sponsoren der Veranstaltung, sondern zählten zu den treibenden Kräften hinter der europaweiten Etablierung von Events wie dem „Kampf der Nibelungen“.Hoff: „In den letzten Jahren ist ein transnationales Netzwerk des Neonazi-Kampfsports entstanden, dessen Akteuren es nicht nur um das Geldverdienen durch den Verkauf von Bekleidung geht. Ihr Ziel ist letztlich die Befähigung der Neonazis zur Gewaltausübung. Da ist eine explosive Mischung brutaler Gewaltäter entstanden, zu der organisierte Neonazis ebenso wie extrem rechte Hooligans zählen. Diese Gefahr muss ernst genommen werden.“Neben Deptolla sind nach Informationen der LOTTA weitere Neonazis aus dem Ruhrgebiet in die Organisation der Veranstaltung eingebunden. Der Dortmunder Neonazi Christoph Drewer, kommissarischer Bundesvorsitzender der Partei „Die Rechte“, stand bereits im Vorjahr als Kämpfer im Ring.[4] Drewer war 2006 wegen verschiedener Körperverletzungsdelikte zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.[5] Unter anderem hatte er auf einem Stadtfest in Hamm mehrere nicht-rechte Jugendliche attackiert und zum Teil schwer verletzt.Die Neonazismus-Expert*innen der LOTTA kritisieren die Untätigkeit der nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden. Während die Behörden des Landes Hessen die Kommunen im Vorfeld des diesjährigen „Kampfs der Nibelungen“ vor möglichen Anmietungen von geeigneten Räumlichkeiten durch Neonazis gewarnt hätten, sei Nordrhein-Westfalen untätig geblieben, obwohl dem Innenministerium Kenntnisse vorgelegen hätten, dass die Veranstaltung im Jahr 2015 in Hamm stattgefunden habe. Der Öffentlichkeit wurde dies erst durch die Antwort auf die aktuelle Kleine Anfrage bekannt. In den Verfassungsschutzberichten des Landes NRW für die Jahr 2015 und 2016 fand der „Kampf der Nibelungen“ keine Erwähnung. Wie solche Veranstaltungen künftig in NRW unterbunden werden sollen, dazu habe sich die Landesregierung nicht zufriedenstellend geäußert, meint LOTTA-Redakteurin Britta Kremers.Kremers und ihre Kolleg*innen wollen am Thema bleiben. Die von einer ehrenamtlichen Redaktion herausgegebene Zeitschrift LOTTA wird sich in ihrer nächsten, Anfang 2018 erscheinenden, Ausgabe intensiv in einem Schwerpunkt mit den Hintergründen des „Kampfs der Nibelungen“ und der Betätigung von Neonazis in der Kampfsportszene befassen.[6] Aus der Kampfsportszene heraus hat sich mittlerweile die antifaschistische Kampagne „Runter von der Matte“ gebildet, die der Einflussnahme von Neonazis entgegen tritt und eine umfangreiche Aufklärungsarbeit betreibt.[7]Anmerkungen[1] Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 480 der Abgeordneten Verena Schäffer und Josefine Paul der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Drucksache 17/1358, online: https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-1358.pdf [2] Tobias Hoff: „Um sich mit ihren weissen Brüdern zu messen“. Das Neonazi-Kampfsport-Event "Kampf der Nibelungen", in: LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen, Ausgabe 61/Winter 2016, /ausgabe/61/um-sich-mit-ihren-wei-en-br-dern-zu-messen[3] Die Website wurde in dieser Form erst in diesem Jahr online gestellt. Alexander Deptolla zählte zum Führungskreis des verbotenen „Nationalen Widerstand Dortmund“ und betätigt sich aktuell auch im Kreisverband Dortmund der Neonazi-Partei „Die Rechte“.[4] Siehe Werbevideo für den „Kampf der Nibelungen 2017“, Minute 1:25, https://www.youtube.com/watch?v=bcahL2d4bnA [5] Siehe http://nordstadtblogger.de/christoph-drewer-verurteilt-dem-bundesvize-der-neonazi-partei-die-rechte-drohen-insgesamt-drei-jahre-haft/ sowie LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen,, Ausgabe 23/Sommer 2006, S. 50[6] www.lotta-magazin.de[7] https://runtervondermatte.noblogs.org/ 2017-12-05T13:12:10+01:00 Rechte Gewalt: Eine garantiert unvollständige Chronik - 3. Quartal 2017 http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2017/10/chronik-3-quartal-2017 Am 6. Juli 2017 wurde die Scheibe eines Fahrradladens in Bielefeld beschädigt. Der Inhaber des Ladens sagte gegenüber der Lokalpresse, dass er einen rassistischen Hintergrund vermute, da er in der Vergangenheit bereits mehrfach verbal angegangen worden sei. Am 8. Juli 2017 wurde das Gebäude einer Moschee in Viersen mit der Aufschrift „Fuck this“ und „einem Zeichen, das einem Hakenkreuz ähnelt“ beschmiert, wie die Polizei mitteilte.Am 10. Juli 2017 wurden die Scheiben des Büros von Die Linke in Mönchengladbach eingeschlagen.An der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Asylsuchende in Olpe wurde in der Nacht auf den 31. Juli 2017 Feuer gelegt. „Die Feuer an einem Papierkorb, einem Türschild und einem Papiercontainer wurden jeweils zeitnah entdeckt und mit eigenen Mitteln gelöscht. Personen waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet und es entstand nur geringer Sachschaden“, teilt die Polizei Olpe mit.Am 11. August 2017 entdeckte der aus Afghanistan stammende Betreiber eines Imbisswagens in Gütersloh ein 30 Zentimeter großes Hakenkreuz, das in die Klappe des Wagens geritzt wurde. Der Betreiber vermutet einen rassistischen Hintergrund.Auf das Riphahn-Cafè in der Kölner Innenstadt wurde in der Nacht auf den 17. August 2017 ein Buttersäure-Anschlag verübt. Die Betreiber des Cafès engagieren sich politisch für Flüchtlinge und die Rechte Homosexueller und vermuten deshalb einen politischen Hintergrund der Tat.Im August wurden vor der Unterkunft für Geflüchtete in Köln-Bayenthal wurde vor einigen Wochen schon auf Arabisch „Kehrt nach Hause zurück! Eure Heimat braucht euch“ gesprüht. Als Urheberin outete sich die Gruppierung „Widerstand steigt auf“, für die ein Mönchengladbacher verantwortlich zeichnet.Am Morgen des 3. September 2017 soll einen 16-jährigen Bochumer im Dortmunder Hauptbahnhof zuerst rassistisch beleidigt und dann in das Gleisbett gestoßen haben. Der Bochumer wurde leicht verletzt, der mutmaßliche Täter vorübergehend festgenommen. Ein 40-jähriger Mann schlug am 22. September 2017 einen 19-jährigen in Eschweiler mit einer Eisenstange und beleidigte ihn rassistisch. Der 19-jährige wurde leicht verletzt, der Täter festgenommen. Wed, 11 Oct 2017 10:07:46 +0200 NRW rechtsaußen Rechte Gewalt: Eine garantiert unvollständige Chronik - 3. Quartal 2017 Am 6. Juli 2017 wurde die Scheibe eines Fahrradladens in Bielefeld beschädigt. Der Inhaber des Ladens sagte gegenüber der Lokalpresse, dass er einen rassistischen Hintergrund vermute, da er in der Vergangenheit bereits mehrfach verbal angegangen worden sei. Am 8. Juli 2017 wurde das Gebäude einer Moschee in Viersen mit der Aufschrift „Fuck this“ und „einem Zeichen, das einem Hakenkreuz ähnelt“ beschmiert, wie die Polizei mitteilte.Am 10. Juli 2017 wurden die Scheiben des Büros von Die Linke in Mönchengladbach eingeschlagen.An der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Asylsuchende in Olpe wurde in der Nacht auf den 31. Juli 2017 Feuer gelegt. „Die Feuer an einem Papierkorb, einem Türschild und einem Papiercontainer wurden jeweils zeitnah entdeckt und mit eigenen Mitteln gelöscht. Personen waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet und es entstand nur geringer Sachschaden“, teilt die Polizei Olpe mit.Am 11. August 2017 entdeckte der aus Afghanistan stammende Betreiber eines Imbisswagens in Gütersloh ein 30 Zentimeter großes Hakenkreuz, das in die Klappe des Wagens geritzt wurde. Der Betreiber vermutet einen rassistischen Hintergrund.Auf das Riphahn-Cafè in der Kölner Innenstadt wurde in der Nacht auf den 17. August 2017 ein Buttersäure-Anschlag verübt. Die Betreiber des Cafès engagieren sich politisch für Flüchtlinge und die Rechte Homosexueller und vermuten deshalb einen politischen Hintergrund der Tat.Im August wurden vor der Unterkunft für Geflüchtete in Köln-Bayenthal wurde vor einigen Wochen schon auf Arabisch „Kehrt nach Hause zurück! Eure Heimat braucht euch“ gesprüht. Als Urheberin outete sich die Gruppierung „Widerstand steigt auf“, für die ein Mönchengladbacher verantwortlich zeichnet.Am Morgen des 3. September 2017 soll einen 16-jährigen Bochumer im Dortmunder Hauptbahnhof zuerst rassistisch beleidigt und dann in das Gleisbett gestoßen haben. Der Bochumer wurde leicht verletzt, der mutmaßliche Täter vorübergehend festgenommen. Ein 40-jähriger Mann schlug am 22. September 2017 einen 19-jährigen in Eschweiler mit einer Eisenstange und beleidigte ihn rassistisch. Der 19-jährige wurde leicht verletzt, der Täter festgenommen. 2017-10-11T10:07:46+02:00 Rechte Gewalt in NRW: Eine garantiert unvollständige Chronik - 2. Quartal 2017 http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2017/chronik-2 Die politisch rechts-motivierten Straftaten sind 2016 weiter angestiegen. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums wurden im vergangenen Jahr 4.700 rechts-motivierte Delikte verübt, 2015 waren es 4.437. Ein sprunghafter Anstieg zeigt sich im Vergleich mit dem Jahr 2014, als „nur“ 3.286 Straftaten verübt wurden. Unter den 2016 registrierten 4.700 rechts-motivierten Straftaten waren 381 Gewaltdelikte. Auch im 2. Quartal 2017 haben wir erneut von zahlreichen mutmaßlich rechts-motivierten Gewalttaten und Verdachtsfällen erfahren.In der Nacht auf den 2. April 2017 haben unbekannte Täter_innen in Bornheim (Rhein-Sieg-Kreis) mit Stahlkugeln auf ein Fenster und eine Rollade eines Wohnhauses geschossen, das zur Zeit als Unterkunft für Geflüchtete genutzt wird. Im Haus befanden sich zum Tatzeitpunkt Bewohner_innen, es wurde niemand verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass mit einer Zwille oder ähnlichem geschossen wurde.In Brühl (Rhein-Erft-Kreis) wurde am 14. April 2017 ein Mehrfamilienhaus, das zu einer Geflüchtetenunterkunft ausgebaut wird, von Unbekannten mit Hakenkreuzen und rassistischen Parolen besprüht, wie die „Kölnische Rundschau“ berichtete. Im Gebäude war auch Buttersäuregeruch wahrnehmbar gewesen, erklärte ein Zeuge.Laut eines Berichts des „Bonner Generalanzeigers“ drangen am frühen Nachmittag des 16. April 2017 zwei Männer in die Flüchtlingsunterkunft am Alterer Rathaus in Alftler-Oedekoven (Rhein-Sieg-Kreis) ein und bedrohten die Bewohner_innen. Verletzt wurde niemand. Einer der Täter führte laut Zeugenaussagen ein Messer bei sich. Die Polizei konnte wenig später zwei alkoholisierte Tatverdächtige festnehmen, die sich auf Hafturlaub befanden.Irgendwann zwischen dem 21. und dem 25. April 2017 schossen Unbekannte mit Stahlkugeln auf das Parteibüro von „Die Linke“ in Bottrop. Ein Rolladen und eine Scheibe wurden dadurch beschädigt. Ein Sprecher der Linkspartei teilte mit: „Offensichtlich zielt dieser Anschlag darauf ab, uns einzuschüchtern. Aber ich kann Ihnen versichern: Das wird denen nicht gelingen.“Am 3. Mai 2017 wurde in Duisburg die 46-jährige Birgül D. in dem von ihr geführten Cafè im Innenhafen erschossen. Der Hintergründe der Tat sind vollkommen unklar, eine Motiv oder eine „heiße Spur“ zu den unbekannten Täter_innen hat die Polizei bislang nicht. Die Initiative „NSU Watch“ hält einen rassistischen Hintergrund nicht für ausgeschlossen und fürchtet, dass sich die Polizei verfrüht auf Ermittlungsansätze in Richtung „organisiertes Verbrechen“ festlegen könnte. Von Polizei und Staatsanwaltschaft fordert „NSU Watch“ ein „mögliches rassistisches Motiv des Mordes lückenlos zu untersuchen“.Ein Müllcontainer an der von dem von „Flüchtlingsinitiative Schwelm e.V.“ betriebenen „Warenhaus für Flüchtlinge“ in Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis) wurde am 10. Mai 2017 in Brand gesetzt. Der Staatsschutz ist in die Ermittlungen einbezogen, da die Brandstiftung möglicherweise dem Projekt der Flüchtlingshilfe galt.Unbekannte Täter entzündeten am 9. Juni 2017 im Hinterhof des „Linken Zentrums“ in der Düsseldorfer Corneliusstraße einen Stapel mit Wahlplakaten der Partei „Die Linke“. Durch das Feuer wurde auch ein Ford Transit zerstört. In der Corneliusstraße befindet sich neben der Geschäftsstelle und einem Wahlkreisbüro von „Die Linke“ auch das Zentrum „Hinterhof“, das unter anderem von Antifa-Initiativen genutzt wird.Am 10. Juni 2017 wurden die Scheiben des Seniorentreffe der „Arbeiterwohlfahrt“ in Remscheid-Lennep. Zeugen beobachteten einen dunkel gekleideten Mann bei der Tatausführung. Die Motivation für diese Sachbeschädigung ist unklar, laut Polizei Wuppertal kann aber eine politisch motivierte Tat nicht ausgeschlossen werden.Unbekannte Täter_innen haben in der Nacht des 23. Juni 2017 eine Matraze im unbewohnten Untergeschoss einer Geflüchtetenunterkunft in Lemgo (Kreis Lippe) in Brand gesetzt, teilte die Polizei Bielefeld mit. Ein Brandmelder alarmierte die im zweiten Obergeschoss schlafenden Bewohner. Derjenige Bewohner, der das Feuer löschte, wurde dabei durch eine leichte Rauchgasvergiftung verletzt. Mon, 17 Jul 2017 23:40:13 +0200 NRW rechtsaußen Rechte Gewalt in NRW: Eine garantiert unvollständige Chronik - 2. Quartal 2017 Die politisch rechts-motivierten Straftaten sind 2016 weiter angestiegen. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums wurden im vergangenen Jahr 4.700 rechts-motivierte Delikte verübt, 2015 waren es 4.437. Ein sprunghafter Anstieg zeigt sich im Vergleich mit dem Jahr 2014, als „nur“ 3.286 Straftaten verübt wurden. Unter den 2016 registrierten 4.700 rechts-motivierten Straftaten waren 381 Gewaltdelikte. Auch im 2. Quartal 2017 haben wir erneut von zahlreichen mutmaßlich rechts-motivierten Gewalttaten und Verdachtsfällen erfahren.In der Nacht auf den 2. April 2017 haben unbekannte Täter_innen in Bornheim (Rhein-Sieg-Kreis) mit Stahlkugeln auf ein Fenster und eine Rollade eines Wohnhauses geschossen, das zur Zeit als Unterkunft für Geflüchtete genutzt wird. Im Haus befanden sich zum Tatzeitpunkt Bewohner_innen, es wurde niemand verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass mit einer Zwille oder ähnlichem geschossen wurde.In Brühl (Rhein-Erft-Kreis) wurde am 14. April 2017 ein Mehrfamilienhaus, das zu einer Geflüchtetenunterkunft ausgebaut wird, von Unbekannten mit Hakenkreuzen und rassistischen Parolen besprüht, wie die „Kölnische Rundschau“ berichtete. Im Gebäude war auch Buttersäuregeruch wahrnehmbar gewesen, erklärte ein Zeuge.Laut eines Berichts des „Bonner Generalanzeigers“ drangen am frühen Nachmittag des 16. April 2017 zwei Männer in die Flüchtlingsunterkunft am Alterer Rathaus in Alftler-Oedekoven (Rhein-Sieg-Kreis) ein und bedrohten die Bewohner_innen. Verletzt wurde niemand. Einer der Täter führte laut Zeugenaussagen ein Messer bei sich. Die Polizei konnte wenig später zwei alkoholisierte Tatverdächtige festnehmen, die sich auf Hafturlaub befanden.Irgendwann zwischen dem 21. und dem 25. April 2017 schossen Unbekannte mit Stahlkugeln auf das Parteibüro von „Die Linke“ in Bottrop. Ein Rolladen und eine Scheibe wurden dadurch beschädigt. Ein Sprecher der Linkspartei teilte mit: „Offensichtlich zielt dieser Anschlag darauf ab, uns einzuschüchtern. Aber ich kann Ihnen versichern: Das wird denen nicht gelingen.“Am 3. Mai 2017 wurde in Duisburg die 46-jährige Birgül D. in dem von ihr geführten Cafè im Innenhafen erschossen. Der Hintergründe der Tat sind vollkommen unklar, eine Motiv oder eine „heiße Spur“ zu den unbekannten Täter_innen hat die Polizei bislang nicht. Die Initiative „NSU Watch“ hält einen rassistischen Hintergrund nicht für ausgeschlossen und fürchtet, dass sich die Polizei verfrüht auf Ermittlungsansätze in Richtung „organisiertes Verbrechen“ festlegen könnte. Von Polizei und Staatsanwaltschaft fordert „NSU Watch“ ein „mögliches rassistisches Motiv des Mordes lückenlos zu untersuchen“.Ein Müllcontainer an der von dem von „Flüchtlingsinitiative Schwelm e.V.“ betriebenen „Warenhaus für Flüchtlinge“ in Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis) wurde am 10. Mai 2017 in Brand gesetzt. Der Staatsschutz ist in die Ermittlungen einbezogen, da die Brandstiftung möglicherweise dem Projekt der Flüchtlingshilfe galt.Unbekannte Täter entzündeten am 9. Juni 2017 im Hinterhof des „Linken Zentrums“ in der Düsseldorfer Corneliusstraße einen Stapel mit Wahlplakaten der Partei „Die Linke“. Durch das Feuer wurde auch ein Ford Transit zerstört. In der Corneliusstraße befindet sich neben der Geschäftsstelle und einem Wahlkreisbüro von „Die Linke“ auch das Zentrum „Hinterhof“, das unter anderem von Antifa-Initiativen genutzt wird.Am 10. Juni 2017 wurden die Scheiben des Seniorentreffe der „Arbeiterwohlfahrt“ in Remscheid-Lennep. Zeugen beobachteten einen dunkel gekleideten Mann bei der Tatausführung. Die Motivation für diese Sachbeschädigung ist unklar, laut Polizei Wuppertal kann aber eine politisch motivierte Tat nicht ausgeschlossen werden.Unbekannte Täter_innen haben in der Nacht des 23. Juni 2017 eine Matraze im unbewohnten Untergeschoss einer Geflüchtetenunterkunft in Lemgo (Kreis Lippe) in Brand gesetzt, teilte die Polizei Bielefeld mit. Ein Brandmelder alarmierte die im zweiten Obergeschoss schlafenden Bewohner. Derjenige Bewohner, der das Feuer löschte, wurde dabei durch eine leichte Rauchgasvergiftung verletzt. 2017-07-17T23:40:13+02:00 Die Propaganda benennen und begrenzen. Ein Kommentar zur Besetzung der Dortmunder Reinoldikirche durch Neonazis http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2016/12/die-propaganda-benennen-und-begrenzen-ein-kommentar-zur-besetzung-der-dortmunder-rein „Erfreulicherweise findet die Besetzung bundesweit mediale Erwähnung“, bejubelt die extrem rechte Internetplattform „Dortmundecho“ die Besetzung der Reinoldikirche in der Dortmunder Innenstadt durch Neonazis in der Vorweihnachtszeit. Nicht zuletzt die Berichterstattung in den Medien ist ein wichtiger Teil der Aktion. „Eine Weiterverbreitung ist ausdrücklich erwünscht“ betont die Seite unter dem auf der Seite veröffentlichte Aktionsvideo.Sei es die Reinoldikirche oder das Brandenburger Tor, für die Öffentlichkeit gilt es, aus den Aktionen der extremen Rechten und der Neonazis zu lernen. Die Reichweite der politischen Provokation lässt sich begrenzen, wenn über solche Ereignisse weniger bildhaft berichtet wird und stattdessen die Hintergründe analysiert werden. Die AktivistInnen der extremen Rechten suchen intensiv nach Möglichkeiten, sich und ihre Inhalte in die Öffentlichkeit zu bringen. Daran sollte sich niemand - auch nicht ungewollt – beteiligen.HintergründeIn der Berichterstattung über die Aktion sind einige Fakten und Kontexte unterbelichtet. So lässt etwa die Aktionsform der Dortmunder Neonazis darauf schließen, dass sie sich bei der Planung und Durchführung der Besetzungsaktion des Kirchturmes in Dortmund der Methoden und der Bildsprache der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ (IB) bedienen. Schon im Februar 2013 besetzten AktivistInnen der IB in Wien die Votivkirche. Dass ein Kirchturm als Aktionsort ausgesucht wurde, war weder 2013 in Wien, noch jetzt in Dortmund ein Zufall. Die rechten AktivistInnen beschwören einerseits das Erbe des „christlichen Abendlandes“, in dessen Tradition sie stünden und zu dessen Verteidigung sie angetreten seien. Andererseits werfen sie den Kirchen vor, selbst eine von der extremen Rechten diagnostizierte angebliche Islamisierung voranzutreiben. Kirche und Christentum gehören in der Welt des militanten Neonazismus zu den erklärten Feinden ihrer völkisch-rassistischen Ideologie. Sie selbst sind oftmals Anhänger einer „germanisch-heidnischen Rassereligion“.Die Aktionsform der Neonazis setzt auf die Inszenierung spektakulärer Bilder. Das Aktionsvideo, welches die Aktion im Internet darstellt, beschränkt sich nicht darauf, die Aktion einfach zu begleiten. Das Video ist aus zwei Kameraperspektiven gedreht: einmal in der Kirche und einmal vom Weihnachtsmarkt aus - mit Blick auf den Kirchturm. Unterlegt ist das Video mit der Musik der Band „Flak“, die passend zur Aktion singt „Es gibt nur einen Ausweg für unser Volk, Blut und Tradition / Und dieser heißt: Revolution“. Medienwirksam wird das Abführen der an der Besetzung der Kirche beteiligten Neonazis gefilmt. So ist es möglich, diese später zu Helden der Bewegung zu stilisieren.Reproduktion der BilderDie Berichterstattung kommt der Kommunikationsstrategie der Neonazis dort entgegen, wo sie deren Inszenierung mit brennenden Bengalo-Feuern wiedergibt und so diese propagandistische Inszenierung reproduziert. Den Neonazis ist die mediale Verbreitung ihrer Aktion mindestens genauso wichtig wie die Aktion selbst. Die Dortmunder Neonazis folgen also auch hier den Aktivisten der „Identitären Bewegung“. Die Reichweite einer Aktion bemisst sich für  sie inzwischen durch die Anzahl der Klicks im Netz und die – auch indirekte – Wiedergabe des Geschehens. Einen sinnvollen Umgang mit der Aktion zeigte die Dortmunder Lokalausgabe der WAZ, die der Aktion lediglich einen sehr knappen Artikel einräumte und zurecht darauf hinwies, nicht umfangreicher zu berichten, weil es sich um eine Propagandaaktion handele, die sich in ihrer Wirkung aus Medienreaktionen speist.Die Kulisse einer christlichen Kirche wird in Dienst genommen, um islamfeindliche, rassistische Propaganda in die Öffentlichkeit zu bringen. Nun sind politische Aktionen in und um Kirchen nichts Neues. Die Propaganda der extremen Rechten und der Neonazis ist zu dekonstruieren, ihre Bildsprache und Parolen dürfen nicht reproduziert werden. Fri, 30 Dec 2016 14:13:21 +0100 NRW rechtsaußen Die Propaganda benennen und begrenzen. Ein Kommentar zur Besetzung der Dortmunder Reinoldikirche durch Neonazis „Erfreulicherweise findet die Besetzung bundesweit mediale Erwähnung“, bejubelt die extrem rechte Internetplattform „Dortmundecho“ die Besetzung der Reinoldikirche in der Dortmunder Innenstadt durch Neonazis in der Vorweihnachtszeit. Nicht zuletzt die Berichterstattung in den Medien ist ein wichtiger Teil der Aktion. „Eine Weiterverbreitung ist ausdrücklich erwünscht“ betont die Seite unter dem auf der Seite veröffentlichte Aktionsvideo.Sei es die Reinoldikirche oder das Brandenburger Tor, für die Öffentlichkeit gilt es, aus den Aktionen der extremen Rechten und der Neonazis zu lernen. Die Reichweite der politischen Provokation lässt sich begrenzen, wenn über solche Ereignisse weniger bildhaft berichtet wird und stattdessen die Hintergründe analysiert werden. Die AktivistInnen der extremen Rechten suchen intensiv nach Möglichkeiten, sich und ihre Inhalte in die Öffentlichkeit zu bringen. Daran sollte sich niemand - auch nicht ungewollt – beteiligen.HintergründeIn der Berichterstattung über die Aktion sind einige Fakten und Kontexte unterbelichtet. So lässt etwa die Aktionsform der Dortmunder Neonazis darauf schließen, dass sie sich bei der Planung und Durchführung der Besetzungsaktion des Kirchturmes in Dortmund der Methoden und der Bildsprache der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ (IB) bedienen. Schon im Februar 2013 besetzten AktivistInnen der IB in Wien die Votivkirche. Dass ein Kirchturm als Aktionsort ausgesucht wurde, war weder 2013 in Wien, noch jetzt in Dortmund ein Zufall. Die rechten AktivistInnen beschwören einerseits das Erbe des „christlichen Abendlandes“, in dessen Tradition sie stünden und zu dessen Verteidigung sie angetreten seien. Andererseits werfen sie den Kirchen vor, selbst eine von der extremen Rechten diagnostizierte angebliche Islamisierung voranzutreiben. Kirche und Christentum gehören in der Welt des militanten Neonazismus zu den erklärten Feinden ihrer völkisch-rassistischen Ideologie. Sie selbst sind oftmals Anhänger einer „germanisch-heidnischen Rassereligion“.Die Aktionsform der Neonazis setzt auf die Inszenierung spektakulärer Bilder. Das Aktionsvideo, welches die Aktion im Internet darstellt, beschränkt sich nicht darauf, die Aktion einfach zu begleiten. Das Video ist aus zwei Kameraperspektiven gedreht: einmal in der Kirche und einmal vom Weihnachtsmarkt aus - mit Blick auf den Kirchturm. Unterlegt ist das Video mit der Musik der Band „Flak“, die passend zur Aktion singt „Es gibt nur einen Ausweg für unser Volk, Blut und Tradition / Und dieser heißt: Revolution“. Medienwirksam wird das Abführen der an der Besetzung der Kirche beteiligten Neonazis gefilmt. So ist es möglich, diese später zu Helden der Bewegung zu stilisieren.Reproduktion der BilderDie Berichterstattung kommt der Kommunikationsstrategie der Neonazis dort entgegen, wo sie deren Inszenierung mit brennenden Bengalo-Feuern wiedergibt und so diese propagandistische Inszenierung reproduziert. Den Neonazis ist die mediale Verbreitung ihrer Aktion mindestens genauso wichtig wie die Aktion selbst. Die Dortmunder Neonazis folgen also auch hier den Aktivisten der „Identitären Bewegung“. Die Reichweite einer Aktion bemisst sich für  sie inzwischen durch die Anzahl der Klicks im Netz und die – auch indirekte – Wiedergabe des Geschehens. Einen sinnvollen Umgang mit der Aktion zeigte die Dortmunder Lokalausgabe der WAZ, die der Aktion lediglich einen sehr knappen Artikel einräumte und zurecht darauf hinwies, nicht umfangreicher zu berichten, weil es sich um eine Propagandaaktion handele, die sich in ihrer Wirkung aus Medienreaktionen speist.Die Kulisse einer christlichen Kirche wird in Dienst genommen, um islamfeindliche, rassistische Propaganda in die Öffentlichkeit zu bringen. Nun sind politische Aktionen in und um Kirchen nichts Neues. Die Propaganda der extremen Rechten und der Neonazis ist zu dekonstruieren, ihre Bildsprache und Parolen dürfen nicht reproduziert werden. 2016-12-30T14:13:21+01:00 HAM: „Oidoxie“-Konzert am 1. Oktober angekündigt http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2016/09/ham-oidoxie-konzert-am-1-oktober-angek-ndigt HAMM - Hammer Neonazis organisieren ein Rechtsrockkonzert, dass am 1. Oktober 2016 stattfinden soll. Dies berichtet die „Antifaschistische Aktion Hamm“ in einer Pressemitteilung. Auf einem Flyer werden Auftritte der Bands/Projekte „Oidoxie“, „Zeitnah“ und „Renitenz“ angekündigt. Als Veranstaltungsort ist lediglich „Hamm“ angegeben. Wie in der Szene üblich, ist das Konzert als vermeintliche „Geburtsfeier“ für zwei Neonazis aus Hamm und Münster getarnt.Die „Antifaschistische Aktion Hamm“ vermutet, dass das Konzert im so genannten Nationalen Zentrum am Kentroper Weg stattfindet. In den Hinterhof-Räumlichkeiten trifft sich nicht nur der Kreisverband von „Die Rechte“ in Hamm. Auch die NPD Unna/Hamm nutzt die Räume für Vortragsveranstaltungen. Seit 2015 fanden dort bis dato vier Konzerte mit Rechtsrock-Bands bzw. Liedermachern aus der Neonazi-Szene statt.Das für den 1. Oktober angekündigte thüringische Duo „Zeitnah“ spielte bereits im Januar 2016 zusammen mit dem Sänger von „Projekt Chaos” im Kentroper Weg. Bei „Renitenz“ handelt es sich um ein „Balladenprojekt“ der rheinland-pfälzerischen Band „Breakdown“.Headliner des angekündigten Konzertes sind „Oidoxie“ aus Dortmund. Die Band um den Sänger Marko Gottschalk zählt zu den dienstältesten Rechtsrock-Bands aus NRW mit zahlreichen Auftritten im Ausland. „Oidoxie“ sind als Propagandisten von „Combat 18“, dem als „bewaffneten Arm von Blood & Honour“ bezeichneten Label für Rechtsterrorismus und Gewalt, bekannt. (siehe unseren Artikel „Propagandisten des Rechtsterrorismus“ aus LOTTA 62). Seit einigen Jahren spielt mit Martin Böhne, Gitarrist von „Oidoxie“, ein Neonazi aus Hamm in der Band. Böhne trat bei der Kommunalwahl 2014 in Hamm für „Die Rechte“ an.Die „Antifaschistische Aktion Hamm“ fordert von der Stadtverwaltung, dieses und weitere neonazistische Konzerte in Hamm mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterbinden. Die Antifa befürchtet, dass sich mit dem Zentrum im Kentroper Weg eine "überregional bedeutende Location für Neonazi-Musik" etabliert habe. Wed, 21 Sep 2016 13:45:10 +0200 NRW rechtsaußen HAM: „Oidoxie“-Konzert am 1. Oktober angekündigt HAMM - Hammer Neonazis organisieren ein Rechtsrockkonzert, dass am 1. Oktober 2016 stattfinden soll. Dies berichtet die „Antifaschistische Aktion Hamm“ in einer Pressemitteilung. Auf einem Flyer werden Auftritte der Bands/Projekte „Oidoxie“, „Zeitnah“ und „Renitenz“ angekündigt. Als Veranstaltungsort ist lediglich „Hamm“ angegeben. Wie in der Szene üblich, ist das Konzert als vermeintliche „Geburtsfeier“ für zwei Neonazis aus Hamm und Münster getarnt.Die „Antifaschistische Aktion Hamm“ vermutet, dass das Konzert im so genannten Nationalen Zentrum am Kentroper Weg stattfindet. In den Hinterhof-Räumlichkeiten trifft sich nicht nur der Kreisverband von „Die Rechte“ in Hamm. Auch die NPD Unna/Hamm nutzt die Räume für Vortragsveranstaltungen. Seit 2015 fanden dort bis dato vier Konzerte mit Rechtsrock-Bands bzw. Liedermachern aus der Neonazi-Szene statt.Das für den 1. Oktober angekündigte thüringische Duo „Zeitnah“ spielte bereits im Januar 2016 zusammen mit dem Sänger von „Projekt Chaos” im Kentroper Weg. Bei „Renitenz“ handelt es sich um ein „Balladenprojekt“ der rheinland-pfälzerischen Band „Breakdown“.Headliner des angekündigten Konzertes sind „Oidoxie“ aus Dortmund. Die Band um den Sänger Marko Gottschalk zählt zu den dienstältesten Rechtsrock-Bands aus NRW mit zahlreichen Auftritten im Ausland. „Oidoxie“ sind als Propagandisten von „Combat 18“, dem als „bewaffneten Arm von Blood & Honour“ bezeichneten Label für Rechtsterrorismus und Gewalt, bekannt. (siehe unseren Artikel „Propagandisten des Rechtsterrorismus“ aus LOTTA 62). Seit einigen Jahren spielt mit Martin Böhne, Gitarrist von „Oidoxie“, ein Neonazi aus Hamm in der Band. Böhne trat bei der Kommunalwahl 2014 in Hamm für „Die Rechte“ an.Die „Antifaschistische Aktion Hamm“ fordert von der Stadtverwaltung, dieses und weitere neonazistische Konzerte in Hamm mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterbinden. Die Antifa befürchtet, dass sich mit dem Zentrum im Kentroper Weg eine "überregional bedeutende Location für Neonazi-Musik" etabliert habe. 2016-09-21T13:45:10+02:00 BI: „Alternativer Kulturkongress“ als konspiratives Treffen http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2016/05/bi-alternativer-kulturkongress-als-konspiratives-treffen BIELEFELD - „Ort: Nähe Bielefeld – Die genaue Ortsangabe erfolgt 12 Std. vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail“- so steht es auf einem Flyer der am 30. April 2016 auf dem Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) in Stuttgart verteilt wurde und für einen „Alternativer Kulturkongress“ am 11. Juni 2016 wirbt. Organisiert wird der „Kongress“ vom „Alternativer Kulturkongress Deutschland e.V.“, einem noch in Gründung befindlichen Verein.Referenten von „Compact“ und „Identitären“Auf seiner Facebook-Seite lässt der Verein, welcher laut Eigenangaben seinen Sitz in Paderborn hat, verlauten: „Der AKD ist ein Verein zur Förderung, zum Schutz und Erhalt von Kultur und Kulturbewusstsein.“ Welche Art Kultur gemeint ist, zeigt ein Blick auf die vier angekündigten Referenten. Es sind der AfD-Kommunalpolitiker Rainer Peitz aus Wetter, der zum Thema „Demokratische Kommunikationsabläufe in Superorganismen - Eine Analogie zu menschlichen Gesellschaften“ referieren will. Der Berliner Peter Feist, welcher über „Außenpolitische Souveränität am Beispiel deutsch-russischer Beziehungen“ sprechen soll, gehört zum Umfeld des verschwörungstheoretischen Magazins „Compact“. Der Referent Martin Sellner ist Leiter der Wiener Ortsgruppe der zur extremen Rechten gehörenden „Identitären Bewegung“, er will zu „Identität und Widerstand“ reden. Was die österreicherischen „Identitären“ unter „Widerstand“ verstehen, zeigten sie Mitte April, als sie eine Theateraufführung von Elfriede Jelineks „Schutzbefohlenen“ an der Uni Wien stürmten, mit Kunstblut spritzen und BesucherInnen verletzten.Björn Höcke angekündigtDass neben Sellner auch Björn Höcke, der Rechtsaußen-Star der AfD, angekündigt ist, gibt dem „Kulturkongress“ eine gewisse Bedeutung. Höcke soll „Lösungsansätze zur Asylproblematik“ präsentieren. Das Treffen belegt ein weiteres Mal die engen Verbindungen zwischen der zur extremen Rechten gehörenden Organisation „Identitäre Bewegung“, der verschwörungstheoretischen Szene und der AfD. Es verwundert nicht, dass der den Kongress ausrichtende Verein in Paderborn angesiedelt ist, ist doch beim Paderborner Amtsgericht auch der Verein „Identitäre Bewegung Deutschland e.V.“ eingetragen, den Nils Altmieks aus Altenbeken führt. Der Paderborner Kreisverband der AfD gehört zu den treibenden Kräfte im nordrhein-westfälischen Landesverband, die eine eigene Demonstrationspolitik entwickeln. Auf der vierten AfD-Kundgebung in Paderborn am 13. Mai ist als „Hauptredner“ Björn Höcke angekündigt. Mon, 02 May 2016 19:38:37 +0200 NRW rechtsaußen BI: „Alternativer Kulturkongress“ als konspiratives Treffen BIELEFELD - „Ort: Nähe Bielefeld – Die genaue Ortsangabe erfolgt 12 Std. vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail“- so steht es auf einem Flyer der am 30. April 2016 auf dem Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) in Stuttgart verteilt wurde und für einen „Alternativer Kulturkongress“ am 11. Juni 2016 wirbt. Organisiert wird der „Kongress“ vom „Alternativer Kulturkongress Deutschland e.V.“, einem noch in Gründung befindlichen Verein.Referenten von „Compact“ und „Identitären“Auf seiner Facebook-Seite lässt der Verein, welcher laut Eigenangaben seinen Sitz in Paderborn hat, verlauten: „Der AKD ist ein Verein zur Förderung, zum Schutz und Erhalt von Kultur und Kulturbewusstsein.“ Welche Art Kultur gemeint ist, zeigt ein Blick auf die vier angekündigten Referenten. Es sind der AfD-Kommunalpolitiker Rainer Peitz aus Wetter, der zum Thema „Demokratische Kommunikationsabläufe in Superorganismen - Eine Analogie zu menschlichen Gesellschaften“ referieren will. Der Berliner Peter Feist, welcher über „Außenpolitische Souveränität am Beispiel deutsch-russischer Beziehungen“ sprechen soll, gehört zum Umfeld des verschwörungstheoretischen Magazins „Compact“. Der Referent Martin Sellner ist Leiter der Wiener Ortsgruppe der zur extremen Rechten gehörenden „Identitären Bewegung“, er will zu „Identität und Widerstand“ reden. Was die österreicherischen „Identitären“ unter „Widerstand“ verstehen, zeigten sie Mitte April, als sie eine Theateraufführung von Elfriede Jelineks „Schutzbefohlenen“ an der Uni Wien stürmten, mit Kunstblut spritzen und BesucherInnen verletzten.Björn Höcke angekündigtDass neben Sellner auch Björn Höcke, der Rechtsaußen-Star der AfD, angekündigt ist, gibt dem „Kulturkongress“ eine gewisse Bedeutung. Höcke soll „Lösungsansätze zur Asylproblematik“ präsentieren. Das Treffen belegt ein weiteres Mal die engen Verbindungen zwischen der zur extremen Rechten gehörenden Organisation „Identitäre Bewegung“, der verschwörungstheoretischen Szene und der AfD. Es verwundert nicht, dass der den Kongress ausrichtende Verein in Paderborn angesiedelt ist, ist doch beim Paderborner Amtsgericht auch der Verein „Identitäre Bewegung Deutschland e.V.“ eingetragen, den Nils Altmieks aus Altenbeken führt. Der Paderborner Kreisverband der AfD gehört zu den treibenden Kräfte im nordrhein-westfälischen Landesverband, die eine eigene Demonstrationspolitik entwickeln. Auf der vierten AfD-Kundgebung in Paderborn am 13. Mai ist als „Hauptredner“ Björn Höcke angekündigt. 2016-05-02T19:38:37+02:00 GT: „9. Lesertreffen“ von „Recht & Wahrheit“ mit NRW-Beteiligung http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2016/03/gt-9-lesertreffen-von-recht-wahrheit-mit-nrw-beteiligung GÜTERSLOH - Vom 8. bis 10. April soll das 9. Lesertreffen der Zeitschrift „Recht & Wahrheit“ im Hotel Hufhaus in Ilfeld im Südharz stattfinden, das von dem im Kreis Gütersloh wohnhaften Meinolf Schönborn organisiert wird. Angekündigt sind als ReferentInnen vor allem Personen aus NRW, genauer gesagt aus Ostwestfalen.So soll Ursula Haverbeck, die bekannte Auschwitzleugnerin aus Vlotho, zum Thema „Was hat der 'Elfte September' mit der Umvolkung Deutschlands zu tun?“ sprechen. Sascha Krolzig von „Die Rechte“ ist mit einem Vortrag zum Thema „Revolution des Bewußtseins? Zur aktuellen politischen Lage“ und der aus Springe stammende Hans-Ulrich Höfs zum Thema „Das Egoistische Gen“ angekündigt.Eingeladen hat zu dem Treffen der heute 60 jährige Meinolf Schönborn, einst Vorsitzender der 1992 verbotenen „Nationalistischen Front“, der 2009 das seit 1985 erscheinende, extrem rechte Traditionsblatt „Recht & Wahrheit“ übernahm. Eine besondere Bedeutung für die extreme Rechte hat das Blatt zurzeit allerdings nicht inne. Dies mag auch daran liegen, dass die Zeitschrift über kein klar erkennbares Konzept verfügt, sondern eher willkürlich zusammengewürfelte Artikel mit nationalistischen, rassistischen oder verschwörungstheoretischen Inhalten veröffentlicht.Seit Jahren versucht sich Schönborn eine Anhängerschaft aus dem Kameradschaftsspektrum zu organisieren, bisher vergeblich. Ob die Einbeziehung des ehemaligen Kaders der 2012 verbotenen „Kameradschaft Hamm“, Sascha Krolzig, dieses Vorhaben voran bringen wird, ist zweifelhaft, verfügt dieser doch selbst kaum über mehr als eine Handvoll AnhängerInnen. Sat, 05 Mar 2016 15:09:31 +0100 NRW rechtsaußen GT: „9. Lesertreffen“ von „Recht & Wahrheit“ mit NRW-Beteiligung GÜTERSLOH - Vom 8. bis 10. April soll das 9. Lesertreffen der Zeitschrift „Recht & Wahrheit“ im Hotel Hufhaus in Ilfeld im Südharz stattfinden, das von dem im Kreis Gütersloh wohnhaften Meinolf Schönborn organisiert wird. Angekündigt sind als ReferentInnen vor allem Personen aus NRW, genauer gesagt aus Ostwestfalen.So soll Ursula Haverbeck, die bekannte Auschwitzleugnerin aus Vlotho, zum Thema „Was hat der 'Elfte September' mit der Umvolkung Deutschlands zu tun?“ sprechen. Sascha Krolzig von „Die Rechte“ ist mit einem Vortrag zum Thema „Revolution des Bewußtseins? Zur aktuellen politischen Lage“ und der aus Springe stammende Hans-Ulrich Höfs zum Thema „Das Egoistische Gen“ angekündigt.Eingeladen hat zu dem Treffen der heute 60 jährige Meinolf Schönborn, einst Vorsitzender der 1992 verbotenen „Nationalistischen Front“, der 2009 das seit 1985 erscheinende, extrem rechte Traditionsblatt „Recht & Wahrheit“ übernahm. Eine besondere Bedeutung für die extreme Rechte hat das Blatt zurzeit allerdings nicht inne. Dies mag auch daran liegen, dass die Zeitschrift über kein klar erkennbares Konzept verfügt, sondern eher willkürlich zusammengewürfelte Artikel mit nationalistischen, rassistischen oder verschwörungstheoretischen Inhalten veröffentlicht.Seit Jahren versucht sich Schönborn eine Anhängerschaft aus dem Kameradschaftsspektrum zu organisieren, bisher vergeblich. Ob die Einbeziehung des ehemaligen Kaders der 2012 verbotenen „Kameradschaft Hamm“, Sascha Krolzig, dieses Vorhaben voran bringen wird, ist zweifelhaft, verfügt dieser doch selbst kaum über mehr als eine Handvoll AnhängerInnen. 2016-03-05T15:09:31+01:00 LIP: Holocaust-Leugnerin provoziert bei Auschwitz-Prozess http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2016/02/lip-holocaust-leugnerin-provoziert-bei-auschwitz-prozess DETMOLD - Heute begann vor dem Landgericht in Detmold der Prozess gegen den ehemaligen SS-Wachmann des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, Reinhold Hanning. Dem 94-jährigen wird Beihilfe zum Mord in 170.000 Fällen vorgeworfen. Zu Prozessbeginn war auch die verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck vor Ort.Sie platzierte sich zeitweilig vor dem Eingang für die Prozessbeteiligten. Hier müssen auch die Überlebenden des Konzentrationslagers vorbei. Eine unglaubliche Zumutung.Die Prozesse gegen die TäterInnen der Vernichtungslager belegen öffentlichkeitswirksam die Existenz des Holocaust. Da gerade die Erinnerung an den Massenmord den Nationalsozialismus diskreditiert, leugnen bis heute AktivistInnen der neonazistischen Szene den Holocaust, versuchen durch pseudowissenschaftliche Gutachten Zweifel zu sähen oder relativieren den Holocaust, zum Beispiel in dem die Bombardierung Dresdens mit den Vernichtungslagern auf eine Ebene gestellt wird.Ursula Haverbeck war bis zum Verbot im Jahr 2008 im „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“ (VRBHV) aktiv und leitete das ebenfalls verbotene Bildungszentrum „Collegium Humanum“ in Vlotho.Weitere Infos zum Prozess und zu antifaschistischen Gegenaktivitäten unter: www.gegendasvergessen.blogsport.de oder bei Facebook unter www.facebook.com/Gegen-das-Vergessen-in-OWL-971461409602100. Thu, 11 Feb 2016 18:32:47 +0100 NRW rechtsaußen LIP: Holocaust-Leugnerin provoziert bei Auschwitz-Prozess DETMOLD - Heute begann vor dem Landgericht in Detmold der Prozess gegen den ehemaligen SS-Wachmann des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, Reinhold Hanning. Dem 94-jährigen wird Beihilfe zum Mord in 170.000 Fällen vorgeworfen. Zu Prozessbeginn war auch die verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck vor Ort.Sie platzierte sich zeitweilig vor dem Eingang für die Prozessbeteiligten. Hier müssen auch die Überlebenden des Konzentrationslagers vorbei. Eine unglaubliche Zumutung.Die Prozesse gegen die TäterInnen der Vernichtungslager belegen öffentlichkeitswirksam die Existenz des Holocaust. Da gerade die Erinnerung an den Massenmord den Nationalsozialismus diskreditiert, leugnen bis heute AktivistInnen der neonazistischen Szene den Holocaust, versuchen durch pseudowissenschaftliche Gutachten Zweifel zu sähen oder relativieren den Holocaust, zum Beispiel in dem die Bombardierung Dresdens mit den Vernichtungslagern auf eine Ebene gestellt wird.Ursula Haverbeck war bis zum Verbot im Jahr 2008 im „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“ (VRBHV) aktiv und leitete das ebenfalls verbotene Bildungszentrum „Collegium Humanum“ in Vlotho.Weitere Infos zum Prozess und zu antifaschistischen Gegenaktivitäten unter: www.gegendasvergessen.blogsport.de oder bei Facebook unter www.facebook.com/Gegen-das-Vergessen-in-OWL-971461409602100. 2016-02-11T18:32:47+01:00 HAM: Rechtsrock-Konzert heute Abend in Hamm http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2016/01/ham-rechtsrock-konzert-heute-abend-hamm HAMM – Neonazis aus dem Umfeld der Partei „Die Rechte“ kündigen für den heutigen Abend ein Rechtsrock-Konzert in Hamm an. Bei einer der auftretenden Bands soll es sich wahrscheinlich um „Duo Zeitnah“ aus Thüringen handeln. Dies teilte die „Antifaschistische Aktion Hamm“ in einer Presseerklärung mit.Im Internet wirbt ein „Die Rechte“-Mitglied seit einigen Tagen für ein Konzert am 16. Januar 2016. Er verrät nicht, welche Bands auftreten sollen, er teilt aber mit, dass auch eine Band aus Thüringen darunter sei. Zugleich schreibt das „Duo Zeitnah“ aus dem thüringischen Gotha auf Facebook: „Wir spielen Sonnabend irgendwo in NRW ;-)“. Dieser Post wird wiederum von zwei Hammer Neonazis „geliked“.Das „Duo Zeitnah“ besteht aus zwei Neonazis, die sich „Diggi“ und „Klampfe“ nennen und als Liedermacher auftreten. Beide sind, beziehungsweise waren, Teil anderer Neonazi-Bands. So spielten sie in der dreiköpfigen Gruppe „Klampferitis“ und einer der beiden Musiker war Teil des Projekts „Klampferitis & Brauni“ bzw. „Klampfe & Brauni“. Auf Youtube veröffentlichte Mitschnitte von Auftritten der letztgenannten Liedermacher sind stellenweise zensiert.Im Buch „Rechtsrock made in Thüringen“ heißt es über „Klampferitis“, dass diese das antisemitische Lied „Das Giftgas“ von „Kommando Freisler“ coverten, in dem auf der Melodie von Mike Krügers Hit „Der Nippel“ der Holocaust verherrlicht werde. In dem 2013 von der „Thüringer Landeszentrale für politische Bildung“ herausgegebenen Buch wird zudem über die Gruppe ausgeführt: „Allerdings versuchen sie sich auch an eigenen Kompositionen, für die sie auf bekannte Lieder zurückgreifen. 'Jud, Jud, Jud, du entfachst die reinste Wut, mit deinen ganzen miesen Lügen, tust du die ganze Welt betrügen. Jud, Jud, Jud, einst verbrennen wir den Talmut und auch euren Scheiß Rabiner. Keiner sieht euch jemals wieder', singen sie im Song 'Jud Jud Jud'.“Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König stellte mehrere parlamentarische Anfragen zur Band „Kampferitis“, in der unter anderem berichtet wird, dass ein Song der Gruppe auf der „Schulhof-CD“ der NPD im Mai 2012 Anlass für eine Polizeirazzia war, da darin 'unverhohlen  zum Hass und zu Gewalttaten gegen ausländische Bevölkerungsgruppen und Migranten'“ aufgerufen worden sei.  Personelle Konstante aller genannten Bands ist Dominque B., genannt „Klampfe“.Die Antifa Hamm vermutet, dass das Konzert im Neonazi-Treffpunkt am Kentroper Weg stattfinden wird. Eigenen Angaben nach veranstaltete „Die Rechte“ dort zuletzt am 30. Mai 2015 ein Konzert mit der Rechtsrock-Band „Projekt Chaos“. Die Antifa-Gruppe verweist in ihrer Presseerklärung auch auf die Verbindungen von „Die Rechte“ zur Rechtsrock-Szene sowie nach Thüringen.Die Antifa Hamm fordert, dass das Konzert unterbunden wird: „Im Rahmen des Konzertes ist mit Straftaten zu rechnen. Beide Mitglieder von 'Zeitnah' sind in der Vergangenheit mit strafrechtlich relevanten Liedtexten in Erscheinung getreten. Darüber hinaus stellt eine große Ansammlung von Nazis immer eine Gefahr für Menschen dar, die nicht in das faschistische Weltbild passen. Ein erneuter Übergriff auf der Hammer Meile oder in der Umgebung des Kentroper Wegs kann nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in der Presseerklärung. Zudem stelle sich die Frage, ob die Durchführung von Konzerten in den Räumlichkeiten am Kentroper Weg überhaupt zulässig sei. Sat, 16 Jan 2016 18:28:16 +0100 NRW rechtsaußen HAM: Rechtsrock-Konzert heute Abend in Hamm HAMM – Neonazis aus dem Umfeld der Partei „Die Rechte“ kündigen für den heutigen Abend ein Rechtsrock-Konzert in Hamm an. Bei einer der auftretenden Bands soll es sich wahrscheinlich um „Duo Zeitnah“ aus Thüringen handeln. Dies teilte die „Antifaschistische Aktion Hamm“ in einer Presseerklärung mit.Im Internet wirbt ein „Die Rechte“-Mitglied seit einigen Tagen für ein Konzert am 16. Januar 2016. Er verrät nicht, welche Bands auftreten sollen, er teilt aber mit, dass auch eine Band aus Thüringen darunter sei. Zugleich schreibt das „Duo Zeitnah“ aus dem thüringischen Gotha auf Facebook: „Wir spielen Sonnabend irgendwo in NRW ;-)“. Dieser Post wird wiederum von zwei Hammer Neonazis „geliked“.Das „Duo Zeitnah“ besteht aus zwei Neonazis, die sich „Diggi“ und „Klampfe“ nennen und als Liedermacher auftreten. Beide sind, beziehungsweise waren, Teil anderer Neonazi-Bands. So spielten sie in der dreiköpfigen Gruppe „Klampferitis“ und einer der beiden Musiker war Teil des Projekts „Klampferitis & Brauni“ bzw. „Klampfe & Brauni“. Auf Youtube veröffentlichte Mitschnitte von Auftritten der letztgenannten Liedermacher sind stellenweise zensiert.Im Buch „Rechtsrock made in Thüringen“ heißt es über „Klampferitis“, dass diese das antisemitische Lied „Das Giftgas“ von „Kommando Freisler“ coverten, in dem auf der Melodie von Mike Krügers Hit „Der Nippel“ der Holocaust verherrlicht werde. In dem 2013 von der „Thüringer Landeszentrale für politische Bildung“ herausgegebenen Buch wird zudem über die Gruppe ausgeführt: „Allerdings versuchen sie sich auch an eigenen Kompositionen, für die sie auf bekannte Lieder zurückgreifen. 'Jud, Jud, Jud, du entfachst die reinste Wut, mit deinen ganzen miesen Lügen, tust du die ganze Welt betrügen. Jud, Jud, Jud, einst verbrennen wir den Talmut und auch euren Scheiß Rabiner. Keiner sieht euch jemals wieder', singen sie im Song 'Jud Jud Jud'.“Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König stellte mehrere parlamentarische Anfragen zur Band „Kampferitis“, in der unter anderem berichtet wird, dass ein Song der Gruppe auf der „Schulhof-CD“ der NPD im Mai 2012 Anlass für eine Polizeirazzia war, da darin 'unverhohlen  zum Hass und zu Gewalttaten gegen ausländische Bevölkerungsgruppen und Migranten'“ aufgerufen worden sei.  Personelle Konstante aller genannten Bands ist Dominque B., genannt „Klampfe“.Die Antifa Hamm vermutet, dass das Konzert im Neonazi-Treffpunkt am Kentroper Weg stattfinden wird. Eigenen Angaben nach veranstaltete „Die Rechte“ dort zuletzt am 30. Mai 2015 ein Konzert mit der Rechtsrock-Band „Projekt Chaos“. Die Antifa-Gruppe verweist in ihrer Presseerklärung auch auf die Verbindungen von „Die Rechte“ zur Rechtsrock-Szene sowie nach Thüringen.Die Antifa Hamm fordert, dass das Konzert unterbunden wird: „Im Rahmen des Konzertes ist mit Straftaten zu rechnen. Beide Mitglieder von 'Zeitnah' sind in der Vergangenheit mit strafrechtlich relevanten Liedtexten in Erscheinung getreten. Darüber hinaus stellt eine große Ansammlung von Nazis immer eine Gefahr für Menschen dar, die nicht in das faschistische Weltbild passen. Ein erneuter Übergriff auf der Hammer Meile oder in der Umgebung des Kentroper Wegs kann nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in der Presseerklärung. Zudem stelle sich die Frage, ob die Durchführung von Konzerten in den Räumlichkeiten am Kentroper Weg überhaupt zulässig sei. 2016-01-16T18:28:16+01:00 LEV: „Außerordentlicher Parteitag“ wählte neuen „pro NRW“-Vorstand http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2015/12/lev-au-erordentlicher-parteitag-w-hlte-neuen-pro-nrw-vorstand LEVERKUSEN - Am 18. Dezember wählte die „Bürgerbewegung pro NRW“ auf ihrem außerordentlichen Parteitag einen neuen Vorstand. Der Wahl vorausgegangen war in den letzten Monaten eine massive Austrittswelle von Funktionär_innen, die von „pro NRW“ beschönigend als „einjährige Bereinigungsphase“ bezeichnet wird. Nun wolle man einen „Neuanfang mit frischen und unverbrauchten Aktivisten“ starten. Der frisch gewählten Geschäftsführer Thorsten Crämer kann aber ebenso wenig als „unverbraucht“ gelten, wie der neugewählte Beisitzer Timo Pradel. Beide waren über Jahre als führende NPD-Funktionäre tätig, bis sie die Neonazi-Partei 2012 bzw. 2014 verließen.Die Personalien Crämer und Pradel zeigen: Vorbei sind die Zeiten, als „pro NRW“ noch bemüht war, aus Sorge um die eigene „Seriosität“ Distanz zum „NS-Narrensaum“ und zur NPD zu halten. Gleichwohl waren diesen Bemühungen um Distanzwahrung seit jeher stärker von taktischen Erwägungen geprägt als von Inhalten und Überzeugungen. Für die Kooperation mit Hooligans und Neonazis stand innerhalb von „pro NRW“ vor allem Dominik Roeseler, der auch als Anmelder der HoGeSa-Demonstrationen fungierte. Während drei seiner Vorstandskollegen vor einigen Monaten bei „pro NRW“ austraten, hielt er als einziger der vier Stellvertretenden Parteivorsitzenden seinem Chef Markus Beisicht die Treue. So wurde er am 18. Dezember auch im Amt bestätigt.Als Stellvertretende Vorsitzende neu gewählt wurden hingegen Jürgen Hintz (KV Rhein-Erft), Franz-Herbert Schneider (KV Siegen-Wittgenstein) und Katja Engels (KV Rhein-Berg). Andreas Lange (KV Wuppertal) wurde zum neuen Schriftführer gewählt. Den Vorstand komplettieren die Beisitzer_innen Susanne Kutzner (KV Leverkusen), Holm Teichert (KV Essen), Jürgen Kossakowski (KV Neuss), Hans Götze (KV Duisburg), Aganeta Jess (KV Rhein-Berg), Monika Reh (KV Mönchengladbach) und Christian Danco (KV Oberhausen). Zum neuen Generalsektretär wählte der Parteitag Christopher von Mengersen, der „pro NRW“ im Rat der Stadt Bonn vertritt.Nicht zur Wahl stand – wenig überraschend - der Vorsitzende: Markus Beisicht bestimmt weiterhin unangefochten den Kurs der geschrumpften Splitterpartei. Der verbliebenen Mitgliedschaft sprachen auf dem Parteitag zwei Gastrednerinnen neuen Mut zu. „Im Kampf um eine politische Alternative rechts der CDU und um die Zukunft unserer deutschen Heimat das Trennende beiseite zu stellen und die Kräfte zu bündeln“, dies sei der Tenor der Reden von Sigrid Schüßler und Ester Seitz gewesen, heißt es in einem Veranstaltungsbericht.Schüßler war Bundesvorsitzende der NPD-Unterorganisation „Ring nationaler Frauen“ und stellvertretende Landesvorsitzende der bayrischen NPD. Im November 2014 kandidierte sie erfolglos als NPD-Bundesvorsitzende. In der Folge kehrte sie der NPD den Rücken. Esther Seitz führt den rassistischen „Widerstand Ost-West“ an. Wed, 23 Dec 2015 22:29:44 +0100 NRW rechtsaußen LEV: „Außerordentlicher Parteitag“ wählte neuen „pro NRW“-Vorstand LEVERKUSEN - Am 18. Dezember wählte die „Bürgerbewegung pro NRW“ auf ihrem außerordentlichen Parteitag einen neuen Vorstand. Der Wahl vorausgegangen war in den letzten Monaten eine massive Austrittswelle von Funktionär_innen, die von „pro NRW“ beschönigend als „einjährige Bereinigungsphase“ bezeichnet wird. Nun wolle man einen „Neuanfang mit frischen und unverbrauchten Aktivisten“ starten. Der frisch gewählten Geschäftsführer Thorsten Crämer kann aber ebenso wenig als „unverbraucht“ gelten, wie der neugewählte Beisitzer Timo Pradel. Beide waren über Jahre als führende NPD-Funktionäre tätig, bis sie die Neonazi-Partei 2012 bzw. 2014 verließen.Die Personalien Crämer und Pradel zeigen: Vorbei sind die Zeiten, als „pro NRW“ noch bemüht war, aus Sorge um die eigene „Seriosität“ Distanz zum „NS-Narrensaum“ und zur NPD zu halten. Gleichwohl waren diesen Bemühungen um Distanzwahrung seit jeher stärker von taktischen Erwägungen geprägt als von Inhalten und Überzeugungen. Für die Kooperation mit Hooligans und Neonazis stand innerhalb von „pro NRW“ vor allem Dominik Roeseler, der auch als Anmelder der HoGeSa-Demonstrationen fungierte. Während drei seiner Vorstandskollegen vor einigen Monaten bei „pro NRW“ austraten, hielt er als einziger der vier Stellvertretenden Parteivorsitzenden seinem Chef Markus Beisicht die Treue. So wurde er am 18. Dezember auch im Amt bestätigt.Als Stellvertretende Vorsitzende neu gewählt wurden hingegen Jürgen Hintz (KV Rhein-Erft), Franz-Herbert Schneider (KV Siegen-Wittgenstein) und Katja Engels (KV Rhein-Berg). Andreas Lange (KV Wuppertal) wurde zum neuen Schriftführer gewählt. Den Vorstand komplettieren die Beisitzer_innen Susanne Kutzner (KV Leverkusen), Holm Teichert (KV Essen), Jürgen Kossakowski (KV Neuss), Hans Götze (KV Duisburg), Aganeta Jess (KV Rhein-Berg), Monika Reh (KV Mönchengladbach) und Christian Danco (KV Oberhausen). Zum neuen Generalsektretär wählte der Parteitag Christopher von Mengersen, der „pro NRW“ im Rat der Stadt Bonn vertritt.Nicht zur Wahl stand – wenig überraschend - der Vorsitzende: Markus Beisicht bestimmt weiterhin unangefochten den Kurs der geschrumpften Splitterpartei. Der verbliebenen Mitgliedschaft sprachen auf dem Parteitag zwei Gastrednerinnen neuen Mut zu. „Im Kampf um eine politische Alternative rechts der CDU und um die Zukunft unserer deutschen Heimat das Trennende beiseite zu stellen und die Kräfte zu bündeln“, dies sei der Tenor der Reden von Sigrid Schüßler und Ester Seitz gewesen, heißt es in einem Veranstaltungsbericht.Schüßler war Bundesvorsitzende der NPD-Unterorganisation „Ring nationaler Frauen“ und stellvertretende Landesvorsitzende der bayrischen NPD. Im November 2014 kandidierte sie erfolglos als NPD-Bundesvorsitzende. In der Folge kehrte sie der NPD den Rücken. Esther Seitz führt den rassistischen „Widerstand Ost-West“ an. 2015-12-23T22:29:44+01:00